Sarah Nagel verabschiedet sich aus dem Bezirksamt Neukölln
Pressemitteilung Die Linke Neukölln, den 8. September 2026:
Sarah Nagel, die amtierende Jugendstadträtin, nimmt im Oktober Abschied vom Bezirksamt, um beruflich eine neue Herausforderung anzunehmen. Nagel wurde im November 2021 als erste Linke Stadträtin in das Neuköllner Rathaus gewählt. Bis 2023 verantwortete sie das Ordnungsamt und übernahm nach der Wiederholungswahl 2023 das Jugendamt.
Sarah Nagel: „Ich möchte mich bei den vielen Menschen bedanken, mit denen ich in den vergangenen knapp fünf Jahren im Rathaus und im Bezirk gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet habe. Nun ist es Zeit für mich, mich beruflich und politisch an anderer Stelle einzubringen. Für die Entscheidung hat auch die Geburt meines dritten Kindes im Juli eine Rolle gespielt. Den Geschäftsbereich Jugend mit seinen Themen habe ich sehr gern vertreten und der Abschied fällt mir nicht leicht. Auch wenn ich nun nicht mehr hauptamtlich in und für Neukölln arbeiten werde, bleibe ich dem Bezirk und den Menschen verbunden.“
Jorinde Schulz, Sprecherin der Linken Neukölln: „Sarah Nagel hat sich in fünf Jahren als erste Linke Stadträtin Neuköllns konsequent dafür eingesetzt, die Verhältnisse für die Menschen im Bezirk zu verbessern. Als Jugendstadträtin hat sie Kinderarmut zum Thema gemacht und erfolgreich Kürzungen zulasten der Neuköllner Kinder und Jugendlichen abgewehrt. Ihr ist es zu verdanken, dass nach Jahren endlich der lange beschlossene Bericht zu rechtsextremen Aktivitäten in Neukölln realisiert und veröffentlicht wurde. Sie stellte sich gegen die diskriminierende Praxis der sogenannten Shisha-Bar-Razzien und blieb auch bei starkem Gegenwind von rechts standhaft im Einsatz gegen Rassismus und Ungleichbehandlung.“
Sarah Nagel bleibt aktives Mitglied des Bezirksverbands ihrer Partei. Sie war im Januar von der Linken Neukölln erneut für das Amt der Stadträtin nominiert worden.
Jorinde Schulz: „Sarah Nagels Entscheidung, nicht noch einmal als Bezirksstadträtin zu kandidieren, bedauern wir sehr. Wir verlieren eine engagierte und mutige Stadträtin. Für ihren nächsten beruflichen Schritt wünschen wir ihr alles Gute.”
Die Linke Neukölln hat im Januar den Anwalt Ahmed Abed als Bezirksbürgermeisterkandidat nominiert. Der Bezirksverband plant nun, auf seiner kommenden Mitgliederversammlung eine weitere Person für einen möglichen weiteren Posten im Bezirksamt zu nominieren. In Zeiten des autoritären Rechtsrucks brauchen insbesondere Bezirke wie Neukölln, in denen so viele Bewohner*innen um ihre Sicherheit und Zukunft fürchten müssen, eine starke antirassistische und antifaschistische Vertretung in der Kommunalpolitik.
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