Für Die Linke Neukölln ins Berliner Abgeordnetenhaus

Rouzbeh Taheri

Listenplatz 1 - Wahlkreis 3

Rouzbeh Taheri, geboren 1973 in Teheran, ist seit vielen Jahren in Berlin stadtpolitisch aktiv. Sein Schwerpunkt ist die Mietenpolitik. Er war von 2017 bis 2021 Sprecher der Initiative „Deutschen Wohnen & Co enteignen“. Er arbeitet als Verlagsleiter der Tageszeitung „nd“ und als Geschäftsführer der nd.Genossenschaft eG. Taheri lebt mit seiner Familie in Neukölln.

„Mieten deckeln, Konzerne enteignen“

Vedi Emde

Listenplatz 2 - Wahlkreis 1

Vedi Emde lebt seit über 15 Jahren in Neukölln und ist Aktivistin, politische Bildnerin, Mediatorin und Kulturschaffende. Aufgewachsen als Kind einer alleinerziehenden Arbeiterin ist sie seit vielen Jahren in queer-feministischen, antikapitalistischen und internationalistischen Zusammenhängen aktiv. Sie engagiert sich in der Bündnisarbeit, der Nachbarschaftsvernetzung und gegen sozialen und kulturellen Kahlschlag. Parlamentarische Arbeit versteht sie als Werkzeug zur Stärkung von Bewegungen und marginalisierten Stimmen.

„Wir brauchen eine mutige, glaubwürdige und rebellische sozialistische Partei, die Menschen und ihre Kämpfe verbindet, statt sie gegeneinander auszuspielen. Eine Partei, die sagt, was ist! Neukölln ist kein „Problembezirk“, sondern ist damals wie heute eine Herzkammer solidarischen Widerstands.“

Betül Havva Yılmaz-Bergk

Listenplatz 3

Betül Havva Yılmaz-Bergk lebt in Neukölln und ist in der Türkei aufgewachsen. Aufgrund ihrer Unterschrift unter die Petition der „Akademiker*innen für den Frieden“ sowie ihrer Kritik an der Entrechtung der Kurd*innen wurde sie in der Türkei politisch verfolgt und musste nach Deutschland migrieren. Viele Jahre kämpfte sie gegen Rassismus und Krieg und engagiert sich in der Geflüchtetenarbeit. In Neukölln organisierte sie bei der Bundestagswahl einen Haustürwahlkampf auf Türkisch und arbeitete anschließend in der AG Kampagne zum Thema Wohnen, für ein bezahlbares Neukölln. Gemeinsam mit ihren Genoss*innen von der Arbeiterpartei der Türkei (TİP) unterstützte sie zahlreiche Arbeitskämpfe, darunter die Streiks bei CFM und aktuell bei Vivantes für faire Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. In Neukölln setzt sie sich für Solidarität, gleiche Rechte und eine mehrsprachige, inklusive Politik ein, die marginalisierte Stimmen stärkt.

“Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie es sich anfühlt, das eigene Zuhause zu verlieren, und wie herausfordernd das Leben in Deutschland sein kann – insbesondere ohne deutschen Pass. Als migrantische Frau weiß ich nur zu gut, wie oft über uns statt mit uns gesprochen wird. Ich kandidiere, weil ich mit meinen Erfahrungen die überhörten Stimmen stärken will. Ich bin überzeugt: Eine starke Linke muss gegen Rassismus kämpfen – denn Antirassismus heißt Klassenkampf.”

Philipp Dehne

Listenplatz 4 - Wahlkreis 2

Philipp Dehne lebt seit 20 Jahren in Neukölln und engagiert sich als Bildungsaktivist für gerechte und diskriminierungsfreie Schulen und Kitas. Er initiierte Neuköllns einziges erfolgreiches Bürgerbegehren („Saubere Schulen“) und hat die Berliner Bildungsinitiative „Schule muss anders“ sowie das bundesweite Bündnis „Bildungswende JETZT!“ ins Leben gerufen. Dehne ist bildungspolitischer Sprecher der Linksfraktion Neukölln, war bei den #unkürzbar-Protesten aktiv und kämpft gemeinsam mit Betroffenen gegen Kürzungen bei Jugendclubs, den Musikschulen oder aktuell den Neuköllner Schwimmbussen. Neben Bildung ist bezahlbares Wohnen eines seiner zentralen Themen. 

Philipp hat Politik- und Islamwissenschaft in Berlin, Kairo, Paris, Saudi-Arabien und Syrien studiert. Nach dem Studium hat er an einer Kreuzberger Sekundarschule seinen Quereinstieg gemacht und mehrere Jahre als Lehrer gearbeitet. Aktuell arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die bildungspolitische Sprecherin der Berliner Linksfraktion.

„Ich will ein anderes Bildungssystem, dafür trete ich an. Ich will ein Bildungssystem, in dem wir Schüler*innen, Kolleg*innen und den Familien mehr zuhören. Dafür brauchen Erzieher*innen und Lehrkräfte in Kitas und Schulen mehr Zeit und Unterstützung und die Jugendlichen mehr Mitbestimmung. Anstatt die Bildung weiter kaputtzusparen und jungen Menschen Zukunftschancen zu nehmen, müssen wir vor allem Schulen, Kitas und Jugendclubs in armutsbelasteten Kiezen deutlich stärker mit Geld und Personal unterstützen.“

Emmi Stiegler

Listenplatz 5 - Wahlkreis 5

Emmi Stiegler ist Stadtentwicklerin mit Praxiserfahrung an den Schnittstellen zu gesellschaftlicher Teilhabe und soziale Gerechtigkeit. Sie lebte und arbeitete in Großbritannien und den USA, bevor sie 2017 nach Berlin zog. Seit 2024 ist sie Mitglied der Partei Die Linke und seit 2025 stellvertretende Sprecherin der Linken Neukölln. Politisch setzt sie sich dafür ein, die Lebensumstände in der Stadt zwischen Raum und Gesellschaft zu verbessern. Es geht ihr vor allem um grundlegenden Bedarfe, wie bezahlbaren Wohnraum, und das "Recht auf Stadt" für alle sowie anti-rassistische und internationalistische Solidarität.

„Ob Wohnungsnot, soziale Kürzungen oder globale Konflikte – alles hängt zusammen. Für mich bedeutet sozialistische Politik, diese Zusammenhänge intersektional und systemisch zu denken und damit auch die Lösungen.“

Yurtsever Özdemir

Listenplatz 6 - Wahlkreis 4

Yurtsever Özdemir ist in Neukölln als Kind einer Arbeiterfamilie aufgewachsen und lebt bis heute im Bezirk. Er engagiert sich für soziale Gerechtigkeit, bezahlbaren Wohnraum sowie verlässliche Bildungs- und Jugendstrukturen. Als langjähriger Nachhilfelehrer erlebt er täglich, wie ungleich Bildungschancen verteilt sind. Seine Politik ist im Alltag der Menschen verankert.

„Neukölln ist mein Zuhause seitdem ich denken kann. Ich kenne seine Herausforderungen, seine Stärken und seine Vielfalt. Deshalb kämpfe ich für bezahlbare Mieten, gute Schulen und faire Chancen für alle Neuköllner*innen.”

Sybille Biermann

Wahlkreis 6

Sybille Biermann, geboren 1984 in Freiburg, arbeitet seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Sie hat Philosophie, Regionalwissenschaften und Sozialanthropologie mit Schwerpunkt Migration und Rassismusforschung studiert und verfügt über Erfahrung in der Berliner Bezirksverwaltung. Politisch engagiert sie sich insbesondere in antirassistischen Zusammenhängen und ist seit der letzten Wahl Mitglied der Partei Die Linke.

“Ich möchte in diesem Bezirk, mit seiner politischen Symbolkraft weit über Berlin hinaus für eine Politik kämpfen, die antirassistisch und machtkritisch ist, die anders über und für Neukölln spricht als Buschkowskys, Giffeys und Hikels, die die sozialen Realiäten im Bezirk ernst nimmt und Menschen respektvoll einbezieht, anstatt zu kriminalisieren und Prekarität voranzutreiben.”

Für die Linke in die Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung

Ahmed Abed

Unser Bürgermeisterkandidat

Ahmed Abed ist Rechtsanwalt und langjähriger politischer Aktivist für soziale Gerechtigkeit, Grundrechte und internationale Solidarität. Seit 2012 arbeitet er als Anwalt in Neukölln und vertritt Menschen, die von prekären Arbeitsverhältnissen, Jobcenter-Schikanen, aufenthaltsrechtlicher Unsicherheit sowie den Folgen von Krieg und Flucht betroffen sind. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit bildet die Verteidigung von Grund- und Versammlungsrechten sowie der Einsatz gegen staatliche Repression.

„Die Neuköllner*innen und Neuköllner haben einen Bürgermeister verdient, der sich für ihre Rechte einsetzt – ob es um bezahlbares Wohnen, den Schutz vor Diskriminierung und Jobcenterschikane oder um Versammlungsfreiheit geht. Es muss Schluss sein damit, dass aus dem Neuköllner Rathaus die Neuköllner*innen schlechtgeredet und kriminalisiert werden. Ich will ein Bürgermeister für alle Neuköllner*innen sein.“

Sarah Nagel

Unsere Stadträtin

Sarah Nagel wurde 1985 im Ruhrgebiet geboren, ist dort und in Baden-Württemberg bei ihrer alleinerziehenden Mutter aufgewachsen und hat in Bochum Wirtschaft und Politik Ostasiens studiert. Seit der Oberstufe ist sie politisch engagiert. Der Beginn des Irak-Kriegs 2003 und die Agenda 2010 mit Hartz IV haben sie politisiert. Seit 2007 ist Nagel Mitglied der Partei Die Linke. Als erste LinkeBezirksstadträtin im Bezirksamt Neukölln hat sie sich ab 2021 als Ordnungsstadträtin für diskriminierungsfreie Gewerbekontrollen eingesetzt und Kritik an der Praxis der sog. Shisha-BarRazzien geübt. Seit 2023 ist sie Jugendstadträtin und setzt sich dafür ein, dass die Kinder, Jugendlichen und Familien in Neukölln die Angebote und Unterstützung erhalten, die sie brauchen. Sarah Nagel hat zwei kleine Kinder und lebt mit ihrer Familie in Neukölln.

„Ich möchte, dass alle Menschen in Neukölln gut leben können. Mit bezahlbaren Mieten, guten Schulen, Kitas, Familienzentren und Jugendclubs; mit guten ÖPNV-Verbindungen und öffentlichen Plätzen, an denen man gern seine Zeit verbringt. Ein Neukölln, in dem alle fair behandelt werden und Unterstützung erhalten, wenn sie sie brauchen. Wir können und sollten uns das als Gesellschaft leisten. Für mich ist Neukölln ein Ort der Hoffnung - vielfältig, lebendig, hilfsbereit. Wo wenn nicht hier sollte es gelingen, gemeinsam etwas zu verändern?“

Carla Aßmann

Carla Aßmann, aufgewachsen in Berlin-Charlottenburg, lebt seit 20 Jahren in Neukölln. 2011 trat sie hier der Partei Die Linke bei. Nach ein paar Jahren Tätigkeit im Bereich historische Stadtforschung ist sie mittlerweile bei der Linken beschäftigt. In der BVV Neukölln, wo sie eine der Vorsitzenden der Linksfraktion ist, sieht sie die Rolle der Linken darin, die Stimmen und Anliegen der Neuköllner*innen ins Kommunalparlament zu bringen und parlamentarische Arbeit mit Bewegungen zu verbinden. So vielfältig wie die Kämpfe im Bezirk sind Carlas politische Interessen: Mit der Linken und den Neuköllner*innen setzt sie sich ein für eine gute soziale Infrastruktur und gegen Kürzungen, für bezahlbare Mieten und gegen kriminelle Vermieter, kämpft für Meinungsfreiheit und Menschlichkeit, gegen Repression und Rassismus. Ein besonderes Anliegen sind ihr außerdem bessere Arbeitsbedingungen in Neukölln, ob in Kitas, Schulen, dem Krankenhaus, dem Bezirksamt oder bei den Lieferdiensten

„Auch in der Kommunalpolitik gilt: Die Grenze verläuft nicht zwischen Autound Fahrradfahrenden, sondern zwischen oben und unten. Der Gegensatz besteht zwischen denen, die mit Immobilien fette Gewinne einfahren, und denen, die keine angemessene Wohnung finden. Zwischen reichen Erben, die keine Steuern zahlen, und den Jugendlichen, deren Jugendclub dichtmacht. Die Linke steht an Eurer Seite, legen wir uns mit denen da oben an!“

Tony Pohl

Tony Pohl lebt in Neukölln und ist seit vielen Jahren in Partei-, Fraktions- und Bewegungsarbeit aktiv. Seit 2016 gehört er der BVV Neukölln an, seit 2018 arbeitet er als Geschäftsführer der Linksfraktion. Er engagiert sich in mieten- und sozialpolitischen Initiativen wie Hermannstraße für Alle, dem Mietentisch Gropiusstadt und dem Bürgerbegehren Saubere Schulen. Sein Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau konkreter Unterstützungsangebote und einer linken Politik, die im Alltag der Menschen einen Unterschied macht.

„Als Linke müssen wir immer die politische Kraft sein, die am nächsten an den Leuten dran ist. Das machen wir an den Haustüren und durch kommunalpolitisches Engagement. Als Kommunalpolitiker will ich Vertrauen aufbauen – durch die Zusammenarbeit mit Jugendclubs und Familienzentren, Sportvereinen und Schulen, aber auch mit den zahlreichen Neuköllner zivilgesellschaftliche Initiativen und Projekten.“