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Steigende Energiekosten, Mieten, Preise für Lebensmittel - Deckel drauf!

Die Preise für Gas und Strom steigen immer weiter, auch Lebensmittel und andere Dinge für den täglichen Bedarf werden immer teurer. Gerade in Neukölln müssen viele Menschen sowieso mit wenig Geld auskommen. Die explodierenden Preise bedeuten für sie existentielle Not. Dazu drohen Immobilienkonzerne eine Erhöhung der sowieso schon viel zu hohen Mieten an. Derweil machen Energiekonzerne fette Gewinne: Der Ölkonzern Shell hat von Mai bis Juni 2022 ganze 17,7 Milliarden US-Dollar Gewinn gemacht - fünfmal so viel wie im selben Zeitraum 2021. Das ist ein Skandal! DIE LINKE fordert eine Entlastung für die Mehrheit der Menschen. Finanziert werden soll die Entlastung durch eine Sondersteuer für die Krisengewinnler. Preise für lebensnotwenige Güter müssen beschränkt werden.

Am 3. September will DIE LINKE. Neukölln mit Euch darüber diskutieren: Unter dem Motto "Deckel drauf!" wollen wir gemeinsam mit Euch kochen und essen und unsere Forderungen vorstellen. Achtet auf weitere Ankündigungen.

Unsere 5 Forderungen gegen die drohende Gaskrise und drastisch steigende Preise im Überblick:


Wir erinnern an Klaus-Dieter Heiser

Klaus-Dieter Heiser gehörte zu DIE LINKE.Neukölln, ja er gehörte zu Neukölln wie kaum ein anderer. Fünfzig Jahre hat er hier im Bezirk gelebt, gemeinsam mit seiner Frau Christiane, mit der er nur zwei Tage vor seinem Tod den 50. Hochzeitstag feierte und mit der er eine Tochter hat.

Klaus-Dieter war Gewerkschafter, Antifaschist, ein Linker, der sein Leben dem Kampf für eine gerechte und friedliche Welt gewidmet hat. Er war als Drucker und Redakteur gewerkschaftlich organisiert. Zeitung war seine Leidenschaft.

Als junger Mann war Klaus-Dieter in der Lehrlingsbewegung und in der Anti-Vietnam-Kriegsbewegung aktiv. Der Friedensbewegung ist er immer treu geblieben, und er hat sich in der außerparlamentarischen Bewegung in West-Berlin engagiert. Organisiert war er als Kommunist in der SEW, deren Zeitung er als Redakteur verantwortete. Nach 1990 trat er politisch zunächst etwas kürzer, mit Christiane lernte er Brandenburg kennen und pachtete  einen Garten in Storkow.

Über ATTAC und die Projektgruppe gegen die Agenda 2010 wurde er 2003 und 2004 wieder politisch aktiv. Kurz darauf kam er zur WASG – Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit, an deren Entstehung in Neukölln und Berlin er mitwirkte. Seit Gründung der Partei DIE LINKE war er bis 2016 im Vorstand des Bezirksverbands Neukölln engagiert. Er war viele Jahre Wahlkampfleiter und hat die Bezirkszeitung Neuköllnisch ins Leben gerufen, sie lange geprägt und zuletzt die Verantwortung mit über siebzig Jahren an jüngere Genossinnen und Genossen weitergegeben und sein Wissen und seine Erfahrung geteilt.

Vor einigen Jahren beschloss er, seine Zeit mehr anderen Dingen zu widmen, die er gerne tat, etwa Ausflüge, Spaziergänge, Lesen. Doch die Politik ließ ihn nicht los. Er verfolgte bis zu seinem letzten Tag sehr genau, was in Neukölln und anderswo vor sich ging. Einiges hätte DIE LINKE übersehen, hätte Klaus-Dieter nicht darauf hingewiesen. Sein Spürsinn war so groß wie sein Presse-, Dokumenten- und Fotoarchiv, dass er über die Jahrzehnte angelegt hat.

Klaus-Dieter hat Neukölln und seine Menschen geliebt. Er hat das politische Engagement geliebt und den Wahlkampf - so sehr, dass er sich mit knapp 75 Jahren auf unsere Bitte hin entschied, für die Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung zu kandidieren. Er wäre sicherlich Verordneter geworden, und wir hätten uns keinen besseren wünschen können: ein Aktivist mit scharfem Verstand, klarem Kompass, mit Herz und so viel Wissen über die Geschichte und Gegenwart des Bezirks wie wohl kein Zweiter. Er hat stets den richtigen Ton getroffen und eine klare Haltung bewahrt. Klaus-Dieter ist sich immer treu geblieben. Klug, ausgleichend, fair. Er konnte aus Jahrzehnten eigener Erfahrung schöpfen und aus der Geschichte der Arbeiterbewegung - eine weitere Leidenschaft und etwas, dem er mit großem Respekt begegnete. Was er sagte, hatte Substanz, und wenn er redete, hörten alle zu.

Noch wenige Tage vor seinem plötzlichen Tod hat er bekräftigt, was für ihn besonders wichtig war: Dass das Leben besser wird für die arbeitenden Menschen im Bezirk. Arbeit und Soziales, das wären seine Themen gewesen. Klaus-Dieter fehlt uns sehr. Wir trauern mit seiner Frau und seiner Tochter.

Im Namen des Bezirksverbands DIE LINKE. Neukölln:

Sarah Nagel, Ruben Lehnert

Unsere Zeitung: Die neue neuköllnisch ist da!