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Steigende Energiekosten, Mieten, Preise für Lebensmittel - Deckel drauf!

Die Preise für Gas und Strom steigen immer weiter, auch Lebensmittel und andere Dinge für den täglichen Bedarf werden immer teurer. Gerade in Neukölln müssen viele Menschen sowieso mit wenig Geld auskommen. Die explodierenden Preise bedeuten für sie existentielle Not. Dazu drohen Immobilienkonzerne eine Erhöhung der sowieso schon viel zu hohen Mieten an. Derweil machen Energiekonzerne fette Gewinne: Der Ölkonzern Shell hat von Mai bis Juni 2022 ganze 17,7 Milliarden US-Dollar Gewinn gemacht - fünfmal so viel wie im selben Zeitraum 2021. Das ist ein Skandal! DIE LINKE fordert eine Entlastung für die Mehrheit der Menschen. Finanziert werden soll die Entlastung durch eine Sondersteuer für die Krisengewinnler. Preise für lebensnotwenige Güter müssen beschränkt werden.

Am 3. September will DIE LINKE. Neukölln mit Euch darüber diskutieren: Unter dem Motto "Deckel drauf!" wollen wir gemeinsam mit Euch kochen und essen und unsere Forderungen vorstellen. Achtet auf weitere Ankündigungen.

Unsere 5 Forderungen gegen die drohende Gaskrise und drastisch steigende Preise im Überblick:

Kandidatin-Sharepic Lucia Schnell: Klima retten, Armut überwinden

„Klima retten, Kapitalismus überwinden!“

Lucia Schnell, Kandidatin zur Bundestagswahl in Neukölln, setzt sich dafür, dass Konzerne und Superreichen die Kosten der aktuellen Krise tragen müssen

Warum kandidierst du für DIE LINKE in Neukölln zum Deutschen Bundestag?

Lucia Schnell: Ich will in einer Welt leben, in der wir das Klima retten und Armut überwinden. In der Frieden herrscht und niemand wegen Hautfarbe oder Religion ausgegrenzt wird. In der wir demokratisch entscheiden, was und wie produziert wird.

Was sind die größten Probleme in deinem Wahlkreis?

Steigende Mieten, niedrige Löhne, mickrige Renten, Armut durch Hartz IV belasten uns in Neukölln. Die Corona-Pandemie hat die Situation noch verschärft. Ich möchte, dass die Bedürfnisse der Menschen Vorrang vor den Profiten der Konzerne haben.

Was bedeutet das konkret?

Der Mindestlohn muss auf 13 Euro steigen. Ich streite  für eine armuts- und sanktionsfreie Grundsicherung statt Hartz IV. Um Altersarmut zu verhindern, braucht es eine Mindestrente von 1200 Euro. Wohnen ist keine Ware, mit der Konzerne Profit machen sollten. Deshalb unterstütze ich das Volksbegehren „Deutsche Wohnen & Co. enteignen!“, einen bundesweiten Mietendeckel und den Bau von viel mehr Sozialwohnungen.

Was ist das wichtigste Projekt, das du im Bundestag anpacken wirst?

Die Umverteilung des Reichtums! In Deutschland besitzen die reichsten 40 Familien in etwa so viel Vermögen wie rund 40 Millionen Menschen, also die ärmere Hälfte der Bevölkerung. Ich setze mich ein für eine Millionärssteuer. Die Kosten für die aktuelle Krise sollen Konzerne und Superreiche tragen!

Für viele Menschen ist der Klimaschutz das wichtigste Thema.

Bei der Klimagerechtigkeit ist DIE LINKE Vorreiterin: Deutschland soll bis zum Jahr 2035 klimaneutral werden. Gegenwärtig sind weltweit 100 Unternehmen für 70 Prozent der industriellen CO2-Emmissionen verantwortlich. Da reicht es nicht, nur an die individuelle Verantwortung zu appellieren. Die Zeit ist reif für einen sozial-ökologischen Umbau der Industrie, um den Klimawandel zu stoppen und eine Million ökologische und sinnvolle Industriearbeitsplätze zu schaffen.

Was passiert beim Klimaschutz in Berlin?

Ich engagiere mich gegen die Privatisierung der S-Bahn und setze mich ein für mehr Straßenbahnen, Busse und Radwege. In Neukölln muss das Tempelhofer Feld frei bleiben: Wir brauchen es als Naherholungsgebiet und für das Stadtklima.

Welches Thema liegt dir noch am Herzen?

DIE LINKE will Waffenexporte verbieten und die Bundeswehr aus allen Auslandseinsätzen abziehen.
 

Lucia Schnell lebt mit ihrer Familie seit zwanzig Jahren in Neukölln. Die 42-Jährige Historikerin ist Mutter von zwei Kindern im  Grundschulalter. Seit vielen Jahren engagiert sie sich in Neukölln für soziale Gerechtigkeit, den Umweltschutz und gegen Rassismus, etwa beim Volksentscheid 100 % Tempelhofer Feld und in sozialen Bewegungen.

Unsere Zeitung: Die neue neuköllnisch ist da!