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Wer zahlt für die Corona-Krise? Menschen vor Profite! Unser Aufruf zum 1. Mai 2020

Vor über hundert Jahren entstand der 1. Mai aus dem Kampf um den 8-Stunden-Tag – vorher waren die Arbeitszeiten länger. Heute sind unsere schwer erkämpften Rechte bedroht. In einigen Berufen wie in der Pflege gibt es bis Ende Juni 12-Stunden-Tage und kürzere Ruhezeiten. Die Corona-Krise ist kein rein medizinisches Problem, sie hat dramatische soziale Folgen. Deshalb braucht es einen Schutzschirm für die Menschen statt Milliardenhilfen für Unternehmen.

DIE LINKE. Neukölln ruft dazu auf, am 1. Mai 2020 für eine solidarische Bewältigung der Corona-Krise auf die Straße gehen. Um keine Ansteckung zu riskieren, wird es statt einer großen Demonstration mehrere kleine Kundgebungen sowie die Möglichkeit der dezentralen individuellen Beteiligung geben.

DIE LINKE fordert :

Ein krisenfestes Gesundheitssystem:

• angemessene Schutzausrüstung und Einhaltung der Arbeitnehmer*innenrechte in den Krankenhäusern (keine 12-Stunden-Schichten!), dauerhaft 500 Euro Netto mehr Lohn in der Pflege

• eine Abkehr vom profitorientierten Gesundheitssystem und den Fallpauschalen

Systemrelevante Berufe dauerhaft besser bezahlen: 500 Euro Belastungszulage sofort und flächendeckende Tarifverträge mit besserer Bezahlung

Schluss mit dem Privatisierungswahn: Krankenhäuser, ÖPNV und andere Dienstleistungen der Daseinsvorsorge gehören in die öffentliche Hand

Ein Schutzschirm für die Menschen

• Kurzarbeitergeld auf 90 Prozent erhöhen

• Grundsicherung sofort um mindestens 200 Euro aufstocken

• Mieten senken, Corona-bedingte Mietschulden müssen erlassen werden

• Entgeltgarantie für Eltern bei Schließungen von Kitas und Schulen und mehr Unterstützung bei der Betreuung

• kostenlose Computer und Förderung für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien

• leerstehende Wohnungen und Hotels für Obdachlose, Geflüchtete und andere Bedürftige beschlagnahmen

• Abschiebestopp und Aufnahme der Geflüchteten aus den Lagern an den EU-Grenzen 

Große Unternehmen müssen an den Kosten der Krise beteiligt werden!

Die Krise darf kein Vorwand sein, um Grundrechte einzuschränken und staatliche Überwachung einzuführen: Undemokratische Bevölkerungskontrolle durch Corona-App und massive Polizeipräsenz ist der falsche Weg! Die Krisenbewältigung muss demokratisch erfolgen, die derzeitige Übermacht der Exekutive schleunigst wieder eingehegt werden!

Wir demonstrieren sicher:

Dezentrale Kundgebungen unter Einhaltung des Infektionsschutzes am 1. Mai, 14 Uhr

* max 20 Teilnehmende pro Kundgebung * mit Mundschutz * 2 Meter Abstand einhalten *

An 5 zentralen Orten im Bezirk Neukölln – Bitte für eine aktive Teilnahme anmelden - sonst kommt uns mit Abstand beim Spazierengehen besuchen

Hermannplatz, 1. Mai, 14 Uhr: Schutzschirm für Menschen statt für Profite – Angemessene Bezahlung für systemrelevante Berufe! Eine Vermögensabgabe für die Bewältigung der Corona-Krise!

Vor dem Rathaus Neukölln, 1. Mai, 14 Uhr : Von Neukölln bis Moria: Wir lassen uns nicht von der Ausnahme regieren! Auf zum Mayday! Polizeiwillkür, Grenzschließungen, nationaler Egoismus – die Krise stärkt rassistische Strukturen. Kämpfen wir für Zusammenhalt jenseits der Grenzen, überwinden wir die Unmenschlichkeit des Sterbenlassens.

Alsfred-Scholz Platz, 1. Mai, 14 Uhr: Keine Zerschlagung und Privatisierung der Berliner S-Bahn! Öffentliche Daseinsvorsorge muss öffentlich bleiben, in der Krise und danach – Rettet die Berliner S-Bahn!

Richardplatz, 1. Mai, 12 Uhr: Solidarische Schulen für alle! Gerechte Lernchancen, saubere Schulen und gute Arbeit JETZT!

Am Vivantes-Klinikum, 1. Mai, 14 Uhr: Pflegenotstand stoppen!

Heraus zum 1. Mai!

Ihr möchtet mit uns demonstrieren? Wir brauchen eine verbindliche Zusage für einen festen Ort. Melde Dich bis zum 30. April um 10 Uhr unter info@die-linke-neukoelln.de.

Oder besucht uns auf Eurem Feiertagsspaziergang. Aber sicher: Haltet Abstand und achtet aufeinander.