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Erich Mühsam: Lieder - Songs - Gedichte

Zum 85. Jahrestag seiner Ermordung erinnert die Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts an den Dichter und Revolutionär Erich Mühsam am Sonnabend, 10. August 2019, um 15 Uhr an der Treppe am Hufeisenteich

Zum 85. Jahrestag seiner Ermordung erinnert die Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts an den Dichter und Revolutionär Erich Mühsam mit einer Aufführung des Weber-Herzog-Musiktheaters

am Samstag, 10. August 2019,
um 15 Uhr
an der Treppe am Hufeisenteich
Fritz-Reuter-Allee,
12359 Berlin
(U7 Blaschkoallee oder U7 Parchimer Allee)

 

Erich-Mühsam-Gesellschaft
Grußwort von Sabine Lueken

Weber-Herzog-Musiktheater
Rezitation und Gesang: Christa Weber, Klarinette u. Saxophon: Hannes Daerr, Viola: Heidrun Mirschel, Gitarre: Peter Just, Kontrabaß: Dennis Jabusch, Musik: Christof Herzog.

Vielen ist Erich Mühsam gar nicht, anderen nur als Anarchist und Mitbegründer der Münchner Räterepublik bekannt. Das Weber-Herzog Musiktheater will das Publikum mit der Vielfarbigkeit seines künstlerischen Schaffens – Liebeslyrik, Naturgedichte, philosophische Betrachtungen, sozialkritische Balladen, tagespolitische Pamphlete, Weltschmerz und Witz – bekannt machen.

Erich Mühsams sprachgewaltige Gedichte hat der Komponist Christof Herzog musikalisch äußerst abwechslungsreich umgesetzt in einem Spektrum vom Liebes- bis zum Kampflied. Satire und Poesie stehen spannungsvoll nebeneinander. Christa Webers gewaltige und zugleich vielseitige Stimme setzt Mühsams Texte schauspielerisch gekonnt in Szene. Heraus kommt am Ende Musiktheater der kleinen Form, aber auf höchstem künstlerischem Niveau. 

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Erich Mühsam, eine der farbigsten Gestalten der deutschen Kultur- und Literaturgeschichte, wurde am 6. April 1878 in Berlin geboren, wuchs in Lübeck auf und bildete sich in der Berliner Boheme der Jahrhundertwende zum anarchistischen Schriftsteller aus. Als Lyriker, Essayist und Dramatiker forderte er mit scharfer Satire die Staatsgewalt heraus. Ab 1909 lebte er in München, gab seine eigene Zeitschrift 'Kain' heraus und beteiligte sich 1919 an der Gründung der Münchner Räterepublik. Verurteilt zu 15 Jahren Festungshaft, wurde er 1924 amnestiert. Nach seiner Entlassung kehrte er nach Berlin zurück, hier wohnte er bis zu seiner Verhaftung in der Hufeisensiedlung. Am Morgen des 28. Februar 1933 wurde er im Zuge der Massenverhaftungen nach dem Reichstagsbrand von den Nationalsozialisten festgenommen. Über ein Jahr in verschiedenen Gefängnissen und Konzentrationslagern interniert und misshandelt, ermordeten ihn Angehörige der „SS-Leibstandarte Adolf Hitler“ am 10. Juli 1934 im KZ Oranienburg.