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3. Februar 2018 Neukölln

Neukölln steht zusammen – gegen rechte Gewalt und Intoleranz

Solidaritätskundgebung am Sonnabend,
dem 3. Februar 2018, um 12 Uhr
vor dem Neuköllner Rathaus.

Neukölln steht zusammen – gegen rechte Gewalt und Intoleranz

 

 

 

 

Gemeinsam rufen auf:

  • Aktionsbündnis Britz;
  • Aktionsbündnis #NoBärgida;
  • Aktionsbündnis Rudow;
  • Aufstehen gegen Rassismus;
  • Berlin gegen Nazis;
  • Bündnis Neukölln;
  • Bündnis 90/Die Grünen Neukölln;
  • DIE LINKE Neukölln;
  • DGB Kreisvorstand Neukölln;
  • Galerie Olga Benario;
  • GEW Neukölln;
  • Hufeisern gegen Rechts;
  • IG Metall Berlin;
  • Neuköllner Buchläden gegen Rechtspopulismus und Rassismus;
  • SPD Neukölln;
  • ver.di Bezirk Berlin;
  • VVN/BdA Berlin

Erneut sind zwei Neuköllner Bürger von Mitgliedern der rechten Szene angegriffen worden. In der Nacht zum 1. Februar wurden ihre Autos angezündet und brannten vollständig aus. Bei den Betroffenen handelt es sich um den Rudower Buchhändler Heinz Ostermann und den Bezirkspolitiker Ferat Kocak, Mitglied der Partei DIE LINKE.

Heinz Ostermann setzt sich seit Jahren mit großem Engagement dafür ein, seinen Buchladen „Leporello“ zu einem Ort demokratischer und literarischer Debatten zu entwickeln.

Dass die rechte Szene ihn und seinen Buchladen nun zum dritten Mal attackiert hat, sagt alles über die Geisteshaltung der Täter aus: Der gleichberechtigte Austausch von Meinungen, die Entwicklung einer Diskussionskultur ist ihnen nicht nur fremd, sondern offensichtlich ein Dorn im Auge. Anstelle der argumentativen Auseinandersetzung setzen sie gewaltsame Zerstörung und Terror.

Ferat Kocak, der andere Angegriffene, ist seit Jahren in Neukölln - und hier vor allem im Süden unseres Bezirks – im Kampf gegen Mietsteigerung, gegen den Notstand in der Krankenpflege und gegen rechte Umtriebe aktiv.

Als Mitglied der Partei Die Linke hat er in der Gropiusstadt während der letzten Wahlkämpfen Position gegen die AfD und andere rechte Gruppierungen bezogen und ist ihnen offensiv entgegengetreten. Die Tatsache, dass das in Brand gesetzte Auto unmittelbar neben der Hauswand und einem Gasanschluss stand, zeigt, dass die Täter auch den Tod von Menschen bei ihren Anschlägen billigend in Kauf nehmen.

Seit Jahren zieht sich die Spur rechter Gewalttaten gegen Neuköllner*innen durch unseren Bezirk, ohne dass es bisher Ermittlungserfolge gegeben hat.

Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass die Polizei von einem überschaubaren Kreis rechter Intensivtäter am Nasenring durch die Manege geführt wird.

Es nützt uns wenig, wenn immer wieder verstärkte Ermittlungsarbeit gefordert wird, wenn der Terror gegen engagierte Demokraten ungebrochen weiter von Nazis und aus dem Umfeld der Rechtspopulisten betrieben werden kann.

Zeigen wir Solidarität mit den Betroffenen!

Zeigen wir, dass wir uns dem Terror der Rassisten und Geschichtsrevisionisten nicht beugen!

Der Aufruf kann hier im pdf-Format heruntergeladen werden.