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9. November 2017 Neukölln

Der 9. November mahnt: Nie wieder Rassismus!

Nie wieder religiös oder politisch motivierte Gewalt!

In der Nacht zum 10. November 1938 zerschlugen Neuköllner Nationalsozialisten die Einrichtung und die Schaufensterscheiben der Albrecht-Dürer-Apotheke des jüdischen Apothekers Adolf Mockrauer.

 

 

 

Die Initiative Hufeisern gegen Rechts erinnert daran mit einer Gedenkveranstaltung

am Donnerstag, 9. November 2017,
um 17 Uhr
vor der ehemaligen Albrecht-Dürer-Apotheke,
Buschkrugallee 179,
12359 Berlin
(direkt an der Bushaltestelle Onkel-Herse-Straße der Buslinie 171).

Nachdem Adolf Mockrauer Anfang 1939 die Kassenzulassung entzogen und wenig später die pharmazeutische Beschäftigung in der Apotheke verboten worden war, gelang ihm die Flucht ins Ausland, nach Chile. Fern von allen sozialen Kontakten verzweifelte er in der Fremde und nahm sich im September 1940 das Leben.

Adolf Mockrauer war nur einer der jüdischen Einwohnerinnen und Einwohner in der Großsiedlung Britz, deren Lebensgrundlage von den Nationalsozialisten zerstört und die aus der Siedlung vertrieben wurden.

Heute erheben Geschichtsrevisionisten wieder ihr Haupt, wollen völkisches Gedankengut wieder hoffähig machen. Allein in diesem Jahr fanden vier Anschläge aus der rechten Szene auf Bewohner*innen und Einrichtungen der Hufeisen- und Krugpfuhlsiedlung statt.

Der 9. November 1938 zeigt, wohin derartige Entwicklungen führen.

Daran wollen wir gemeinsam erinnern.

Ein Flyer der Initiative Hufeisern gegen Rechts kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.