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17. April 2018 Neukölln

Krieg gegen demokratische Selbstverwaltung: Erdoğan und der Kampf gegen Rojava

Einladung zu einer Diskussionsveranstaltung zum Nordsyrienkonflikt

am Dienstag, 17. April 2018,
um 19 Uhr
im Abgeordnetenbüro Rigorosa
in der Schierker Straße 26,
12051 Berlin-Neukölln.

Gäste:

  • Stefan Liebich, Außenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag 
  • Ferat Ali Kocak, Mitglied der Halklarin Demokratik Partisi Berlin (Moderation) 
  • Vertreter*innen von Civaka Azad - Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V.

Am 20. Januar startete der türkische Präsident Erdogan unter dem Operationsnamen „Oliven Zweig“ das schwerste Luftbombardement seit Gründung der Republik gegen den syrisch-kurdisch geführten Kanton Afrin und weitere Regionen. Über 70 Kampfflugzeuge, was etwa ein Viertel der gesamten türkischen Luftwaffe entspricht, bombardierten kurdische Stellungen, um den Weg für die anschließende Bodenoffensive gegen Afrin zu ebnen. Die Region Afrin ist Teil der selbstverwalteten Enklave Rojava, die sich um den Aufbau einer basisdemokratischen Gesellschaftsordnung und somit um die Verwirklichung des Demokratischen Konföderalismus bemüht. An der Seite der Türkei kämpfen islamistische Milizen wie al-Qaida, al-Nusra und der IS, die zuvor von den kurdischen Befreiungseinheiten YPG und YPJ bekämpft und zurückgedrängt wurden. Dieser Krieg hat keinerlei Berechtigung und stellt einen Bruch mit dem Völkerrecht dar, doch bisher schweigt die internationale Staatengemeinschaft. Insbesondere Deutschland macht sich als Regierung mit verantwortlich an diesem Krieg, denn es sind u.a. deutsche Leopard-Panzer, die bei diesem Krieg eingesetzt werden.

Wir wollen mit dem außenpolitischen Sprecher der Linksfraktion im Deutschen Bundestag Stefan Liebich und mit Vertreter*innen der civaka-azad über die aktuelle Lage in Rojava nach der Einnahme von Afrin und welche Rolle die deutsche Regierung  im Konflikt spielt und noch spielen wird diskutieren? Warum kritische Stimmen totgeschwiegen werden und die kurdische Bewegung in Deutschland kriminalisiert wird?