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18. Juni 2018 Neukölln

Hauptstadt der Obdachlosigkeit oder der Solidarität?

Einladung zu einer Diskussionsveranstaltung mit der Berliner Sozialsenatorin Elke Breitenbach

 

 

 

 

am Montag, 18. Juni 2018,
um 19 Uhr
im Abgeordnetenbüro Rigorosa
in der Schierker Straße 26,
12051 Berlin-Neukölln.

Berlin hat sich mit geschätzten 20.000 Obdachlosen den traurigen Titel „Hauptstadt der Obdachlosen“ verdient.

Eine der Hauptursachen ist der angespannte hochspekulative Wohnungsmarkt. Wer einmal den festen Wohnsitz verliert hat kaum eine Chance, wieder ein reguläres Mietverhältnis einzugehen.

Zusätzlich kommen viele Menschen auf der Suche nach Arbeit aus dem europäischen Ausland nach Berlin, ohne hier einen festen Wohnsitz zuhaben. Für viele von ihnen bieten die Nothilfestrukturen eine Milderung gegenüber dem Elend, dem sie entflohen sind.

Das führt zu Konkurrenzsituationen und teilweise zu Rassismus unter Menschen, die auf Obdachlosenhilfe wie Notunterkünfte angewiesen sind.

Auch die individuellen Bedürfnisse von Obdach- und Wohnungslosen verändern sich. So sind eine zunehmende Zahl von Kindern, Behinderten und Schwerkranken in Berlin ohne Wohnsitz.

Viele Bezirke klagen darüber, dass es inzwischen dauerhafte Camps in öffentlichen Parkanlagen gibt, die in Folge dessen zur Naherholung nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen.

Dass repressive Maßnahmen wie Räumungen dagegen keine erfolgversprechenden Konzepte sind, liegt auf der Hand. Elend lässt sich nicht verdrängen!

  • Wie müssen Versorgungsstrukturen organisiert werden, die unterschiedliche Notlagen berücksichtigen ohne Menschen am unteren Rand der Gesellschaft gegeneinander auszuspielen?

  • Wie funktioniert Obdachlosenhilfe, die Elend nicht nur verwaltet, sondern Perspektiven aus diesem heraus bietet?

  • Braucht es einen Paradigmenwechsel weg vom Prinzip, dass Wohnungslose ihre Wohnfähigkeit in verschiedenen Einrichtungen erst unter Beweis stellen müssen, hin zu einer bedingungslosen Unterbringung in eigenen Wohnungen von Anfang an?

  • Welche Aufgaben haben die Bezirke und was brauchen sie, um diese Aufgaben erfüllen zu können?

Diese und andere Fragen wollen wir mit der Sozialsenatorin Elke Breitenbach und Anne Helm (MdA) erörtern.