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8. Juli 2018 Neukölln

Gedenken an Erich Mühsam

Die Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts lädt zur Gedenkkundgebung für den Dichter und Revolutionär Erich Mühsam sowie seiner Frau Zenzl ein

 

 

 

 

am Sonntag, 8. Juli 2018,
um 15 Uhr
an der Treppe zum Hufeisenteich,
Fritz-Reuter-Allee 46-48,
12359 Berlin Neukölln
(U7 Blaschkoallee oder U7 Parchimer Allee).

In diesem Jahr stehen die literarisch-musikalischen Beiträge von Isabel Neuenfeldt und Wolfgang Kröske alias Dr. Seltsam im Zentrum, die um 15 Uhr mit ihrem Mühsam-Programm zur Gestaltung der Kundgebung beitragen. Mit Kaffee und Kuchen wird getreu den Vorstellungen des Schriftstellers auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Zuvor wird um 13 Uhr von Claudia von Gélieu eine Führung durch die Hufeisensiedlung angeboten.

Anlass der Kundgebung ist die Ermordung des damals 56-jährigen Erich Mühsam am 10. Juli 1934 durch die Nationalsozialisten im KZ Oranienburg.

Gemeinsam mit seiner Frau zog Erich Mühsam 1927 in die neuerbaute Hufeisensiedlung in Neukölln-Britz in die Dörchläuchtingstraße 48 ein und beteiligte sich bis zu seiner Verhaftung am 28. Februar 1933 aktiv am gesellschaftlichen Leben in der Siedlung.

Seine entschlossene Haltung gegen Krieg und Rassismus und für soziale Gerechtigkeit hat angesichts der aktuellen Entwicklung auch heutzutage nichts an Bedeutung verloren. Daran erinnert seit 1946 eine kleine Gedenkstätte neben seinem ehemaligen Wohnhaus, die in der Vergangenheit mehrfach von Neonazis beschmiert und beschädigt worden ist und deren Sanierung und Pflege von der Anwohner*inneninitiative betrieben wird.

Seit 2014 führt die Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts in unmittelbarer zeitlicher Nähe zu seinem Todestag dieses Gedenken an einen der bekanntesten Bewohner der Hufeisensiedlung durch.