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5. Oktober 2017 Neukölln

Ausstellung: Stolpersteine in Neukölln – Erinnerungskultur von unten

Gunter Demnig verlegt in Britz am 9. September 2017 einen Stolperstein für den kommunistischen Gewerkschafter und Widerstandskämpfer Wienand Kaasch.

Fast 200 Stolpersteine sind in den letzten fünf Jahren durch bürgerschaftliches Engagement in Neukölln verlegt worden. Stolpersteine machen täglich im Straßenbild von Neukölln auf die persönlichen Schicksale von Opfern des Nationalsozialismus aufmerksam. Jeder einzelne Stein symbolisiert die Leerstelle, die entstand, weil ein Mensch von den Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten gewaltsam aus seiner Nachbarschaft gerissen wurde.

 

 

 

 

 

In ihrer Gesamtheit ergeben die von Gunter Demnig entworfenen Steine eine „soziale Skulptur“ – ein Kunstwerk, das durch die Beteiligung vieler einzelner Menschen zum Wohl einer Gesellschaft beiträgt. Die Ausstellung stellt ausgewählte Neuköllner Bürgerinnen und Bürger vor, für die ein Stolperstein verlegt wurde. Sie zeigt die verschiedenen Akteure und Organisationen, die sich mit großem sozialem Engagement für die Erinnerungsarbeit im Bezirk einsetzen.

Die Ausstellung wurde vom Mobilen Museum Neukölln zur Verfügung gestellt.

Veranstaltungen:

Donnerstag, 5. Oktober, 19.30 Uhr: 
Vernissage und Einführung in die Ausstellung mit dem Ausstellungsmacher Dr. Patrick Helber

Donnerstag, 12. Oktober, 19.30 Uhr:
„Sozialrassismus im deutschen Faschismus. Rassenhygienische Nazi-Zuschreibungen auf Stolpersteinen von Kindern, Jugendlichen und Frauen?“ Anne Allex, sozialpolitische Wegweiserin, präsentiert ihr neues Buch.

Sonnabend, 14. Oktober, 14.30 Uhr:
„Du sollst dich nie vor einem lebenden Menschen bücken!“ - Sprechende Steine erzählen von sieben Antifaschisten aus der Britzer Hufeisensiedlung. – Eine Führung mit Jürgen Schulte. 
Treffpunkt: Buschkrugallee/Ecke Parchimer Allee an der Bushaltestelle Parchimer Allee (Bus 171)

Donnerstag, 19. Oktober, 18 Uhr:
„Kommunistischer Widerstand gegen den Nationalsozialismus“. Veranstaltungen der VHS Neukölln. Stadtführung mit der Frauengeschichtsforscherin Claudia von Gélieu. 
Treffpunkt: Rathaus Neukölln, Karl-Marx-Straße 83, Treppe
Im Anschluss gegen 19.30 Uhr: Diskussionsrunde mit den Widerstandsforschern Matthias Heisig und Hans-Rainer Sandvoß in der Galerie Olga Benario, Richardstraße 104.

Donnerstag, 26. Oktober, 19.30 Uhr:
„Perspektiven von Erinnern, Mahnen und Gedenken an NS im öffentlichen Raum“. Mit Gisela Wenzel (Berliner Geschichtswerkstatt), Christine Kühnl-Sager (Aktives Museum), angefragt: VVN/BdA

Donnerstag, 2. November, 19.30 Uhr:
„Lokale Geschichtsarbeit in Neukölln“. Ein Vortrag von Dorothea Kolland

Wenn nicht anders angegeben finden die Veranstaltung in den Räumen der Galerie Olga Benario statt, Richardstraße 104, 12043 Berlin-Neukölln (U 7: Karl-Marx-Straße Ausgang Kienitzer Straße und durch die Passage)

Das Veranstaltungsprogramm kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Weitere Informationen: www.galerie-olga-benario.de