DIE LINKE. Neukölln


27. Januar 2015 Neukölln

Was steckt in und hinter Pegida? Was können Linke Pegida entgegenstellen?

Die Basisorganisation Rixdorf der Neuköllner LINKEN lädt ein zur Diskussionsveranstaltung

am Dienstag, 27. Januar 2015, um 19 Uhr.
Wipperstraße 6, 12055 Berlin
(nahe U- und S-Bhf. Neukölln).

 

Mit einer Einleitung von Marwa Al-Radwany
(Netzwerk gegen antimuslimischen Rassismus und Islamfeindlichkeit NARI).

Seit Wochen demonstrieren Zehntausende in Dresden gegen die angebliche „Islamisierung des Abendlandes“ und gegen Flüchtlinge. Pegida und führende Politiker der AfD missbrauchen die furchtbaren Anschläge von Paris, um ihre rassistische Bewegung gegen Muslime weiter aufzubauen. 100.000 Menschen haben zu Recht bundesweit gegen Pegida demonstriert. Wir müssen Pegida stoppen – vor Ort und in Dresden selbst.

Denn Pegida spaltet. Ein Teil der Pegida-Bewegung besteht aus Leuten, die Angst vor sozialer Unsicherheit und dem sozialen Abstieg haben. Sie richten ihre Wut aber nicht gegen die Profiteure der unsozialen Politik, sondern gegen noch schwächere Opfer der unsozialen und kriegerischen Politik.

Drahtzieher der Ausweitung der Pegida-Bewegung sind erfahrene Rechtspopulisten oder offene Neo-Nazis, die ganz bewusst Hass gegen Flüchtlinge und Muslime schüren. Dem Rassismus von Pegida müssen wir uns entgegenstellen. Die Demonstrationen erzeugen ein rassistisches Klima der Angst in der Stadt. Migranten trauen sich während der Aufmärsche nicht mehr auf die Straße. Und am Rande der Aufmärsche kommt es immer wieder zu rassistischen Gewalttaten. Es gibt Indizien, dass der ermordete Eritreer Khaled Idris Bahray und sein Umfeld mit rassistischer Gewalt bedroht wurden.

Seit dem Beginn des „Kriegs gegen den Terror“ wird das Feindbild Islam in Leitmedien und von Politikern hochgezogen – um den Abbau von Bürgerrechten durch Überwachungsgesetze zu rechtfertigen. Zudem dient das Feindbild Islam, um Kriegseinsätze in mehrheitlich von Muslimen bewohnten Ländern wie Afghanistan, Irak und anderswo zu rechtfertigen. An dieser von Politik und Medien geschürten Stimmung können Rassisten wie die Organisatoren von PEGIDA anknüpfen. Die Polarisierung und Radikalisierung in Europa ist auch Folge einer der schärfsten Wirtschaftskrisen seit 1929, die in vielen Ländern zu Sozialabbau, Arbeitslosigkeit, Armut und Krieg führt, aber auch zur Aushöhlung demokratischer Rechte und einem Vertrauensverlust in staatliche Institutionen. Doch anstatt die Verursacher der Krisenpolitik zur Rechenschaft zu ziehen, wird der Zorn auf Minderheiten gelenkt, die noch stärker von der Krise betroffen sind: Migrantinnen und Migranten, Asylbewerberinnen und Asylbewerber sowie Geflüchtete und Muslime. Doch nicht sie, sondern die herrschende Politik sind für die wirkliche Probleme verantwortlich: Sozialkürzungen, wachsende Armut durch Hartz IV, niedrige Löhne und Rentenkürzungen. Die Konzerne und Reichen profitieren von Steuergeschenken, Bankenrettungen und niedrigen Löhnen.

Wir lassen uns nicht spalten! Gemeinsam gegen Rassismus und Sozialabbau!

Der Einladungsflyer kann hier heruntergeladen werden.

Interessierte sind herzlich willkommen.

Quelle: http://www.die-linke-neukoelln.de/nc/politik/news/detail/artikel/was-steckt-in-und-hinter-pegida-was-koennen-linke-pegida-entgegenstellen/