DIE LINKE. Neukölln


2. Dezember 2014 Neukölln

Solidarität mit den Beschäftigten bei der Deutschen Bahn!

Die GDL (Gewerkschaft deutscher Lokführer) befindet sich seit Wochen im Arbeitskampf. Sie will eine deutliche Erhöhung der Entgelte und eine Verkürzung der Arbeitszeit für die Lokführer und das Zugpersonal durchsetzen.

Um die Privatisierung der Bundes- und S-Bahn für zukünftige Investoren profitabel zu machen, wurde in der Vergangenheit nicht nur das Material der Bahn verschlissen, sondern auch die Arbeitsbedingungen deutlich verschlechtert. Ein Erfolg der Bahnbeschäftigten hätte auch für andere Branchen eine herausragende Bedeutung. Sinkende Realeinkommen und Schuften bis zum Umfallen gehören schließlich zum Arbeitsalltag für immer mehr Beschäftige.

Als die GDL in ihrem Arbeitskampf mit der Deutschen Bahn zum Streik aufruft, bricht ein Sturm der Entrüstung aus: der Streik sei „unverhältnismäßig“, „überzogen“ oder sogar „pervers“. Gleichzeitig beginnt eine beispiellose Hetzkampagne gegen den Vorsitzenden der Gewerkschaft Claus Weselsky. „Bild“ veröffentliche seine Büronummer, „Focus Online“ zeigt sein Wohnhaus, flankiert von einer Berichterstattung, die jedes noch so private Detail aus Weselskys Leben an die Öffentlichkeit zerrt.

Die Privatisierungspläne der Regierung sind nicht vom Tisch, deshalb bleibt sie hart, deshalb will sie das Streikrecht für kampfstarke Belegschaften beschneiden. Und deshalb die Hetze gegen die GDL. Bisher hat der Streik mehr gekostet als die Umsetzung der Forderungen gekostet hätte. Nicht die GDL, sondern die Bundesregierung nimmt die Bahnreisenden in Geiselhaft und hofft auf deren Unmut, um sich durchzusetzen.

Diese und weitere Fragen würden wir gerne diskutieren.

Vortrag & Diskussion
mit Uwe Krug, Lokführer bei der S-Bahn Berlin und Mitglied der GDL
Dienstag, 2. Dezember 2014, 19 Uhr
DIE LINKE. Neukölln
Wipperstr. 6, 12055 Berlin.

Anfahrt: U- und S-Bhf. Neukölln

Ein Einladungsflyer kann hier heruntergeladen werden.

Quelle: http://www.die-linke-neukoelln.de/nc/politik/news/detail/artikel/solidaritaet-mit-den-beschaeftigten-bei-der-deutschen-bahn/