DIE LINKE. Neukölln


3. März 2018 Neukölln

Proteste gegen den rechtsextremen Aufmarsch in Berlin-Mitte

Das Berliner Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin (FB-Event) hat für den Sonnabend, 3. März 2018, ab 14.30 Uhr eine Kundgebung unter dem Motto: „Deine Stimme gegen Hass und Rassismus“ am Spreebogen (Nahe U-Bahnhof Bundestag) gegenüber dem Washingtonplatz angemeldet.

 

Dem Bündnis gehören Kirchen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände, der Landessportbund und weitere zivilgesellschaftliche Organisationen an.

Anlass ist, dass die rechtsextreme Organisation „Wir für Deutschland (WFD)“ um 15.00 Uhr zu einem erneuten Aufmarsch vom Hauptbahnhof durch Berlins Mitte aufruft. Das Motto des Aufmarschs lautet „NEIN zur GroKo (Patriotische Frühlingsoffensive)“.

+++++

Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) zum rechtsextremen Aufmarsch am 3. März

Dort heißt es u.a.: WfD organisierte seit 2016 die „Merkel muss weg“-Aufmarschreihe, bei der zum Auftakt am 12. März 2016 über 3.000 Menschen mobilisiert werden konnten. Die kommende Versammlung ist zwar Teil dieser Serie, steht jedoch dieses Mal unter dem Motto „Nein zur GroKo“.

(…)

Mittlerweile sehen sich die rechtsextremen Organisatoren mit mehreren Problemen konfrontiert: Zum einen schaffen es rechte Mobilisierungen derzeit in Berlin offensichtlich nicht mehr, die zahlenmäßigen Ausmaße anzunehmen, wie noch zu Zeiten der sogenannten „Flüchtlingskrise“.

(…)

Zum anderen wurde die zukünftige Veranstaltung am 3. März bereits mehrfach umbenannt. Zunächst unter „Dexit jetzt“ gestartet, später als „Patriotische Frühjahrsoffensive“, wird sie nun erst seit Kurzem unter dem Motto „Nein zur GroKo“ beworben. Das dürfte bei der Klientel als eine inhaltliche Beliebigkeit wahrgenommen werden. Ein ernsthaftes inhaltliches Demonstrationsanliegen kann hier bezweifelt werden. Vielmehr muss diese Veranstaltung als neuester Aufguss einer bereits im Niedergang befindlichen Aufmarschreihe bewertet werden.

(…)

Dennoch hat sich mittlerweile ein Milieu herauskristallisiert, das sich konstant zu flüchtlingsfeindlichen bis rechtsextremen Versammlungen nach Berlin mobilisieren lässt. Insofern muss auch diesmal mit einer niedrig dreistelligen Anzahl an Personen, vor allem bestehend aus organisierten Rechtsextremen aus Kameradschaften, den Parteien NPD und „III. Weg“, der „Identitären Bewegung“, Protagonist_innen aus dem Reichsbürger-Spektrum, Fußball-affine Rechte und Hooligans, Mitglieder der „Patriotischen Plattform“ der AfD sowie Anhänger_innen rechter Splittergruppen und flüchtlingsfeindlicher Initiativen gerechnet werden.

Weitere Information findet ihr auf der Internetseite „Berlin gegen Nazis“.

Quelle: http://www.die-linke-neukoelln.de/nc/politik/news/detail/artikel/proteste-gegen-den-rechtsextremen-aufmarsch-in-berlin-mitte/