DIE LINKE. Neukölln


13. Oktober 2012 Neukölln

Flüchtlingsprotest: Solidaritäts-Demonstration zum Bundestag

Flüchtlinge, die in Deutschland Asyl suchen, haben sich nach dem Selbstmord des Iraners Mohammad Rahsepar, der u.a. durch die katastrophalen Zustände in deutschen Flüchtlingsunterkünften begründet wird, dazu entschlossen gemeinsam gegen diese Zustände und Gesetze zu protestieren. Dabei verstoßen sie ganz bewusst gegen die Residenzpflicht. Diese zwingt sie zum ständigen Aufenthalt in dem Landkreis in welchem sie leben. Dieser Protest gegen die rassistischen Praktiken des deutschen Staates ist gleichzeitig ein Aufbegehren gegen den langsamen Tod in deutschen Lagern und die Abschottung der EU nach außen.

Nach einem 600 km langen Marsch quer durch Deutschland haben die Flüchtlinge ihre Zelte auf dem Oranienplatz in Kreuzberg aufgeschlagen.

Die Flüchtlinge fordern u.a. die Abschaffung der Residenzpflicht, der Sammelunterbringungen und des Arbeitsverbots, freie Essenswahl und eine schnelle Bearbeitung der Asylanträge.

In den Gesprächen wurde deutlich, dass die Menschen viel Solidarität und Unterstützung erfahren, aber auch, dass es an vielen Dingen fürs tägliche Leben fehlt. Dafür benötigen sie dringend Hilfe, am liebsten durch eine Spende.

Diese kann man direkt an den Oranienplatz bringen oder wie folgt überweisen:

Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

Bitte gebt als Verwendungszweck “Protestmarsch Berlin” an

Geld fehlt dem Camp vor allem für die Stromversorgung, um Essen zu kochen oder wenigstens das Zelt, in dem die Kinder wohnen, zu beheizen. Der in der Nähe befindliche Stromverteiler würde von Vattenfall für 700,- € (zuzüglich 400,- € Montagekosten) freigeschaltet werden. Dazu kommen dann noch die Stromkosten. Dieses Geld haben die Campbewohner, zur Zeit ca. 100 Menschen (Helfer eingerechnet), darunter 15 Kinder vom Baby bis Schulkind, allerdings nicht. Da die Flüchtlinge beabsichtigen in den nächsten 3 Monaten hier zu verweilen, ist eine Stromversorgung unablässig.

Gleichzeitig werden auch Sachspenden benötigt: vor allem Schlafsäcke, Winterstiefel, Windeln, Feuchttücher, Kaffee, Tee und Milch. Toll wäre auch, wen jemand ein nicht benötigtes Elektroheizgerät zur Verfügung stellen könnte.

Vertreter der LINKEN sicherten zu, dass sie ihre Forderungen auf allen politischen Ebenen und in allen politischen Institutionen unterstützen, ihre Hilferufe weiterleiten und sich gleichzeitig dafür einsetzen werden, dass das Camp nicht geräumt wird.

Unterstützt den Flüchtlingsstreik praktisch: Sonnabend, 13. Oktober,
15 Uhr Oranienplatz – Solidaritäts-Demonstration zum Bundestag.

Die Forderungen des Flüchtlingsprotestmarsches und der Kampagne »Rassismus tötet!« sind:

Weitere Informationen gibt es hier.

Quelle: http://www.die-linke-neukoelln.de/nc/politik/news/detail/artikel/fluechtlingsprotest-solidaritaets-demonstration-zum-bundestag-1/