DIE LINKE. Neukölln


21. Juni 2016 Neukölln

Diskussion: „Der „Brexit“ und die Linke“.

Die Kampagne „Left-Leave“ befürwortet den Austritt Großbritanniens aus der EU aufgrund einer linken EU-Kritik. Diese Positionierung zum Referendum ist in der britischen Linken jedoch umstritten.

Einladung zur Informations- und Diskussionsveranstaltung

„Der „Brexit“ und die Linke“. Die Situation in Großbritannien vor der Volksabstimmung über einen EU-Austritt.

Dienstag, 21. Juni 2016
von 19 bis 21 Uhr,
DIE LINKE Neukölln in der Wipperstraße 6
in 12055 Berlin.

Kurzvortrag und Diskussion mit Björn Aust, Referent für Europapolitik der Bundestagsfraktion DIE LINKE.

Wir wollen über die Situation in Großbritannien vor dem Referendum informieren und diese und andere Fragen diskutieren:

• Was sind die politischen Hintergründe dieser Volksabstimmung?
• Welche Interessen und Akteure stehen im Zentrum dieser Auseinandersetzung?
• Welche Positionen nimmt die Linke Großbritanniens in dieser Frage ein?
• Wie kann sich die deutsche Linke positionieren?

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Am 23. Juni stimmt in Großbritannien die Bevölkerung darüber ab, ob das Land die Europäische Union (EU) verlassen soll. Wenige Wochen vor dem Referendum ist der Ausgang offen. Umfragen sehen Befürworter*innen und Gegner*innen eines EU-Austritts nahezu gleichauf. In Brüssel, Berlin und anderen Hauptstädten der EU wächst die Sorge, denn die politischen und wirtschaftlichen Folgen eines „Brexits“ sind nicht abzusehen. Klar ist: er würde die Krise der EU massiv verschärfen.

Die Situation im Land ist kompliziert: Viele Brit*innen lehnen Einflussnahmen der EU-Institutionen als Angriff auf ihre demokratischen Rechte ab. Viele fürchten eine Verschärfung der drastischen Kürzungspolitik. Diese Furcht ist berechtigt. Denn die konservative Regierung und mächtige Wirtschaftsverbände, die für den Verbleib in der EU werben, wollen diese noch marktradikaler „reformieren“: Mehr Freiheiten für Banken und Konzerne, Fortsetzung von Sozialkürzungen. Zugleich trommelt vor allem die rechtspopulistische Partei UKIP mit einer nationalistischen und fremdenfeindlichen Kampagne für den EU-Austritt. Wie in Deutschland die AfD versucht UKIP, soziale Ängste und berechtigte EU-Kritik für ihre Ziele zu instrumentalisieren.

Die britische Linke befindet sich vor diesem Hintergrund in einer schwierigen Lage: die Sozialdemokratie (Labour-Partei), Parteien und Organisationen aus der (radikalen) Linken links von Labour, Gewerkschaften und linke zivilgesellschaftliche Aktivist*innen sind in der „Brexit-Frage“ gespalten.

Interessierte sind herzlich eingeladen!

Ein Einladungsflyer kann hier heruntergeladen werden.

Eine Veranstaltung der Basisorganisation Rixdorf der Neuköllner LINKEN.

Quelle: http://www.die-linke-neukoelln.de/nc/politik/news/detail/artikel/diskussion-der-brexit-und-die-linke/