DIE LINKE. Neukölln


15. September 2013 Neukölln

DIE LINKE. Neukölln: am ersten Tag mehr als 800 Unterschriften für den Erhalt des Tempelhofer Feldes

Die Sprecherin der Neuköllner LINKEN Lucia Schnell unterschrieb als eine der ersten die Liste für das Volksbegehren "100% Tempelhofer Feld"

DIE LINKE. Neukölln sammelte am ersten Tag mehr als 800 Unterschriften für den Erhalt des Tempelhofer Feldes. Neuköllnerinnen und Neuköllner misstrauen Senat bezüglich „sozialem Wohnungsbau“ auf dem Feld.

Im Rahmen eines Aktionstags hat DIE LINKE. Neukölln am Samstag auf den Straßen und Plätzen in Neukölln Unterschriften für das Volksbegehren zum Erhalt des Tempelhofer Feldes gesammelt. Innerhalb eines Tages haben allein an den Infoständen der Partei DIE LINKE mehr als 800 Neuköllnerinnen und Neuköllner das Volksbegehren unterzeichnet. Viele weitere Menschen nahmen Unterschriftenlisten mit, um selbst zu sammeln.

Lucia Schnell, Sprecherin von DIE LINKE. Neukölln, sagt: „Das zeigt, dass viele Neuköllnerinnen und Neuköllner das Feld als öffentlichen Park für alle Menschen verteidigen wollen und die Pläne des Senates ablehnen.“ Überall, wo in Berlin neue Wohnungen gebaut werden, entstünden vor allem Penthouses und Lofts. Dass der Senat nun an Berlins schönstem Ort Sozialwohnungen bauen lasse, nehme ihm kaum einer ab, erklärt Lucia Schnell.

Marlis Fuhrmann, für DIE LINKE Mitglied in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung, kritisiert, dass Bausenator Müller zum THF kein ergebnisoffenes Planungsverfahren unter Beteiligung von Bezirken, Bürgern und Bürgerinitiative durchgeführt hat. Auch sei die SPD im Bezirk bisher nicht gegen die steigenden Mieten aktiv geworden sei. „So weigert sich die Neuköllner SPD weiterhin, Milieuschutzsatzungen für betroffene Kieze zu verabschieden. Zudem gäbe es auch in Neukölln alternative Flächen um bis zu 10.000 neue Wohnungen zu schaffen. „Beispielsweise am Mariendorfer Weg, wo Sozialwohnungen entstehen sollten und nicht Neuköllns erste eingezäunte Luxuswohnanlage“ sagt Marlis Fuhrmann.

Moritz Wittler, Sprecher von DIE LINKE. Neukölln, erklärt: „Die einzige Möglichkeit, die Entwicklung des Tempelhofer Feldes im Interesse der Berlinerinnen und Berliner zu beeinflussen, ist eine erfolgreiche zweite Stufe des Volksbegehrens.“ Nur so entstehe der nötige Druck auf den Berliner Senat, nur so seien die Senatspläne noch zu stoppen. Er fordert den Berliner Senat auf, das Volksbegehren als Ausdruck gelebter Demokratie zu unterstützen. „Es braucht ein Planungsmoratorium, solange das Volksbegehren läuft“, fordert Moritz Wittler.

Quelle: http://www.die-linke-neukoelln.de/nc/politik/news/detail/artikel/die-linke-neukoelln-sammelt-am-ersten-tag-mehr-als-800-unterschriften-fuer-den-erhalt-des-tempelhof/