DIE LINKE. Neukölln


28. Januar 2011 Neukölln

Bundeswehr raus aus Afghanistan!

 

Vor der Abstimmung im Bundestag über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr fordert die Friedensbewegung eindringlich: Truppen raus aus Afghanistan.

Am 22. Januar beginnt um 15 Uhr am Rathaus Neukölln eine Demonstration mehrerer linker Gruppen und aus der Friedensbewegung.

Für den Vorabend der Bundestagsabstimmung bereitet die Friedensbewegung einen Zug vom Alexanderplatz (27. Januar, Start 17 Uhr) zum Brandenburger Tor vor. Unter dem Motto: „Code Roter Mohn“ wird das "Anti-Militaristische Oberjubel-Komitee" (AMOK) mit satirischen Mitteln in Anlehnung an den „Anachronistischen Zug“ von Bertolt Brecht die Absurdität des Afghanistan-Krieges und die Verlogenheit seiner politischen Betreiber bloßgestellt werden. Die Moderation hat „Dr. Seltsam“ übernommen. Vorbereitungstreffen am Dienstag, dem 11. Januar um 19 Uhr im PallasT, Potsdamer Straße/Ecke Pallasstraße in Schöneberg.

Am 28. Januar wird eine Mahnwache in Sichtweite des Bundestages (Dorotheenstraße/Ebertstraße) ab 8.30 Uhr die Abgeordneten direkt ansprechen.


Konferenz der Fraktion DIE LINKE im Bundestag:
Das andere Afghanistan

28.01.2011 18:00 Uhr bis 29.01.2011 20:00 Uhr
Berlin, Paul-Löbe-Haus, Konrad-Adenauer-Str. 1, Eingang West

Nach neun Jahren der NATO-Intervention in Afghanistan ist kein Frieden in Sicht. Stattdessen eskaliert der Krieg weiter und fordert immer mehr zivile Opfer. Die Sicherheitslage ist schlecht. In der Bevölkerung herrschen Armut und Hoffnungslosigkeit. Taliban und Warlords haben in vielen Provinzen die Macht errungen. Kriegsfürsten und Fundamentalisten besetzen Posten in der Regierung oder sitzen als Abgeordnete im Parlament. Aber es gibt auch das andere Afghanistan: mutige Frauen und Männer, die für eine demokratische und friedliche Entwicklung eintreten. Ein solcher Prozess kann nur von unten entstehen und setzt die Teilhabe der Bevölkerung am politischen und gesellschaftlichen Leben voraus.

Die Fraktion DIE LINKE fordert den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und Unterstützung für einen breit angelegten Friedensprozess. Zivilgesellschaftliche Bewegungen waren von Beginn der militärischen Intervention an nie in politische Prozesse eingebunden. Sie werden zwischen den Fronten der Konfliktparteien zerrieben.

Deswegen hat DIE LINKE engagierte Afghaninnen und Afghanen nach Berlin eingeladen, die oft unter Einsatz ihres Lebens tagtäglich gegen Krieg und für einen demokratischen Friedensprozess in Afghanistan kämpfen. Anliegen der Friedenskonferenz ist es, authentische Stimmen aus Afghanistan zu hören und einen Dialog von Friedenskräften in Afghanistan zu unterstützen. Die Konferenz bietet auch Raum für Vernetzungstreffen zwischen den Konferenzgästen sowie Afghaninnen und Afghanen, die in Deutschland leben.

Programm

Freitag, den 28. Januar 2011
18.00 - 20.00 Uhr Eröffnungspodium »Perspektiven für eine friedliche Entwicklung in Afghanistan«
Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender; Malalai Joya, ehem. Abgeordnete und Frauenrechtlerin; Sayed Yaqub Ibra- himi Kambaksh, afghanischer Journalist; Ulrich Tilgner, ehemaliger ZDF-Korrespondent und Autor; Tariq Ali, britisch-pakistanischer Autor
Moderation Andreas Zumach, Journalist und Publizist

20.00 - 21.30 Uhr Filmvorführung »Mein Herz sieht die Welt schwarz« (2009), in Anwesenheit der Regisseurin Helga Reidemeister
anschließend Diskussion
Moderation Luc Jochimsen, MdB, Kulturpolitische Sprecherin

Samstag, den 29. Januar 2011
10.00 – 13.00 Uhr
Panel A
Politisches System, Warlords und ISAF-Truppen
Thomas Ruttig, Stiftung Wissenschaft und Politik; Shir Mohammad Basergar, Vorsitzender der Einheitspartei; Malalai Joya; Karim Popal, Rechtsanwalt und Vertreter der Kundus-Opfer

Moderation Sevim Dagdelen, MdB, Sprecherin für Internationale Beziehungen

Panel B
Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte
Zoya, RAWA; Reha Nawin, Social Justice Seekers; Hadi Marifat, Human Rights Watch, Said Mahmoud Pahiz, Hezb-e-Hambastagi/Solidaritätspartei
Moderation Christine Buchholz, MdB, Friedens- politische Sprecherin

13.00 - 14.00 Uhr Pause

14.00 - 15.00 Uhr Aufführung eines Stücks des Theaters der Unterdrückten in Kabul

15.00 - 18.00 Uhr
Panel C
Internationale, wirtschaftliche und entwicklungspolitische Zusammenarbeit
Tariq Ali, pakistanischer Autor; Azis Rafiee, Afghan Civil Society Forum, ACSF; Thomas Gebauer, medico international; Reinhard Erös, Kinderhilfe Afghanistan
Moderation Wolfgang Gehrcke, MdB, Außenpolitischer Sprecher

Panel D
Friedensarbeit und Medien
Sayed Yaqub Ibrahimi Kambaksh; Anand Gopal, Afghanistan-Korrespondent; Ulrich Tilgner; Dr. Sharif, Theater der Unterdrückten, AHRDO
Moderation Jan van Aken, Stellv. Fraktionsvorsitzender, Leiter des Arbeitskreises »Internationale Politik«

18.00 - 20.00 Uhr Abschlusspodium
Heike Hänsel, MdB, Sprecherin für Entwicklungspolitik; afghanische Gäste

Die Einladung zur Konferenz kann hier heruntergeladen werden.

Quelle: http://www.die-linke-neukoelln.de/nc/politik/news/detail/artikel/bundeswehr-raus-aus-afghanistan-3/