Zurück zur Startseite
10. März 2017 Neukölln

DIE LINKE startet mit Judith Benda im Neuköllner Wahlkreis in den Bundestagswahlkampf

Mit Judith Benda in den Bundestagswahlkampf 2017. Hier mit den Sprecher*innen des Bezirksverbands Neukölln Lucia Schnell (links) und Moritz Wittler.

Am 6. März 2017 hat DIE LINKE Judith Benda im Neuköllner Wahlkreis als Direktkandidatin für die Bundestagswahl aufgestellt.

Auf einer Mitgliederversammlung in der Richardschule wurde die 29-jährige Neuköllnerin mit 78 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen nominiert. Aktuell arbeitet sie als Europareferentin der Bundestagsfraktion DIE LINKE und leitet das Verbindungsbüro Brüssel.

 

 

 

Zuvor wurden acht Vertreter*innen der Neuköllner LINKEN für die Berliner Vertreter*innenversammlung am 1. April gewählt, auf der die Landesliste für die Bundestagswahl aufgestellt wird.

Mit großer Zustimmung wurde Judith Bendas Bewerbungsrede aufgenommen.

„Ich möchte“, betonte sie hervorgehoben, „dass DIE LINKE einen eigenständigen, antikapitalistischen Wahlkampf mit unseren sozial- und friedenspolitischen Kernthemen führt. Wir müssen einen Unterschied zu den anderen Parteien machen, insbesondere in der aktuellen Zeit gesellschaftlicher Polarisierung:

Auch die Lage in unseren Kiezen ist erschreckend: Neukölln ist der Berliner Bezirk mit der stärksten Abhängigkeit von Sozialleistungen, der größten Armutsgefährdung, niedrigen Löhnen und hohen Mieten. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich finde es unerträglich und wirklich beklemmend Tag für Tag immer mehr Menschen bettelnd auf der Straße oder in der U-Bahn zu sehen. Ein System, welches die Würde der Menschen nimmt, müssen wir bekämpfen! Für uns stehen Menschen vor Profite und wir streiten für ein gutes Leben für alle Menschen, für soziale Gerechtigkeit, und gegen Hartz IV. Ungleichheit ist kein Naturgesetz, sondern Folge jahrelanger Umverteilung von unten nach oben.

Klare Kante gegen rechte Demagogen: „Der rechten Hetze von AfD und Co. müssen wir einen sozialen Aufbruch von links für Einheimische und Geflüchtete entgegen setzen. Für uns ist der Kampf gegen Rechts eng verbunden mit dem Kampf gegen Sozialabbau, Kriege und Rassismus.“

Zur Diskussion über eine Regierungskoalition mit SPD und Grünen erklärte sie:

„DIE LINKE darf, so der Tenor der anderen Parteien, vielleicht auf der Regierungsbank Platz nehmen, wenn sie sich zu einer »verantwortungsvollen Europa- und Außenpolitik« bekennt. Wenn »Verantwortung« meint, linke Positionen aufzugeben, müssen wir dagegen sein. Wir als Linke richten unsere Politik an Frieden, Demokratie, sozialer Gerechtigkeit und Ökologie aus, nicht nach den Maßstäben der anderen Parteien oder Mainstreammedien.“

Update: Auf seiner Sitzung am 9. März 2017 hat der Bezirksvorstand Neukölln einstimmig beschlossen, Judith Benda zu bitten, auf Platz fünf der Landesliste zu kandidieren.

Hier könnt ihr das Bewerbungsblatt von Judith Benda als pdf-Datei lesen.