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14. Juli 2015 Neukölln

„Kopftücher sind ebenso wie Hochsteckfrisuren, Kippot oder Hüte ein Teil Neuköllns.“

Die Neuköllner Salaam-Schalom Initiative organisiert mit Unterstützung von mehreren Gemeinden und Organisationen am Dienstag, 14. Juli 2015, um 18 Uhr vor dem Rathaus Neukölln eine Kundgebung für ein inklusives Neukölln.

Im Aufruf der Neuköllner Salaam-Schalom Initiative heißt es:

"Seit Jahren wird Neukölln von Bezirksbürgermeistern repräsentiert, die aus ihrer ideologischen Opposition gegen das (muslimische) Kopftuch keinen Hehl machen – in einem Stadtteil, in dem eine große Anzahl muslimischer Frauen ein Kopftuch tragen.

Mediale Hetze, paternalistische und bevormundende Deutungen, institutionelle und „wohlgemeinte“ Diskriminierung vermischen sich hier zu einem Klima, in dem muslimische Frauen gar keine andere Wahl haben, als sich als Bürgerinnen zweiter Klasse zu sehen. Noch hinzu kommt, dass mehr als ein Drittel aller Neuköllner überhaupt keinen Einfluss darauf haben, wer sie im Neukölln Rathaus vertritt: Ohne den Besitz einer EU-Staatsbürgerschaft ist man von Kommunalwahlen in Berlin ausgeschlossen.

Die Salaam-Schalom Initiative möchte hiermit (erneut) alle Frauen, ob mit oder ohne Kopfbedeckung, unterstützen: Kopftücher sind ebenso wie Hochsteckfrisuren, Kippot oder Hüte ein Teil Neuköllns. Wir repräsentieren diesen Bezirk und dieses Land, und fordern das Recht ein, diese Repräsentation auch (und gerade) in öffentlichen Ämtern wahrnehmen zu können.

Wir rufen auf zur Demonstration für ein inklusives Neukölln am 14. Juli um 18.00 Uhr vor dem Rathaus Neukölln."