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6. Januar 2015 Neukölln

Desaster für die Pegida-Bärgida-Rassisten.

Das Transparent der Neuköllner LINKEN fand starke Beachtung.

Spitze des Demonstrationszuges, der sich an der Klosterstraße getroffen hatte.

Rote Fahnen gegen Rassisten am Treffpunkt am U-Bahnhof Klosterstraße. (Fotos: DIE LINKE (2) und Doris Hammer.

Am Roten Rathaus wurde Bärgida, der Berliner Ableger der Dresdner „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) am 5. Januar von Berlinerinnen und Berlinern blockiert und kamen keinen Schritt in Richtung Brandenburger Tor voran. Ein breites politisches Bündnis hatte zum Protest aufgerufen, dabei DIE LINKE.

„nd“ berichtet: „Rund 200 Menschen waren dem Aufruf der Bärgida gefolgt und hatten sich gegen 18 Uhr am Roten Rathaus versammelt. Darunter Neonazis wie Jan Sturm, ehemaliger Bezirksverordneter der NPD in Neukölln und zwei Funktionäre der islamfeindlichen Partei »Pro Deutschland«. Der Vorsitzende Manfred Rouhs und Generalsekretär Lars Seidensticker. Hinter Bärgida (Berliner gegen die Islamisierung des Abendlandes) steckt der Patriot e.V., gegründet vom ehemaligen CDU-Kommunalpolitiker Karl Schmitt, der mittlerweile bei »Die Freiheit« und »Pro Deutschland« aktiv ist.

Einige Hundert Meter weiter, in der Stralauer Straße versammelten sich zu diesem Zeitpunkt bereits über 2000 Gegendemonstranten. Mobilisiert hatte hierfür das Bündnis gegen Rassismus. Vertreter der LINKEN, Verdi und der GEW hatten dazu aufgerufen sich der Gegendemonstration anzuschließen. Mit dem Zuspruch aus der Mitte der Gesellschaft und der fehlenden Distanzierung seitens der Politik hätten Anschläge auf Moschen und Gewalt gegen Ausländer zugenommen. Das Vertrauen von Migranten in die Politik sinke, erklärte eine Sprecherin des Bündnisses. „Vielfalt ist das was Berlin ausmacht und die Mehrheit der Berliner steht dafür ein.“ Die Anzahl der Gegendemonstranten bestätigte das. Insgesamt schlossen sich laut Polizeiangaben rund 5000 Menschen den Protesten gegen Bärgida an.“

 

 

Auf ihrer Facebookseite schreiben die Bärgida-Organisatoren ihren Frust schön; als einen „Achtungserfolg“. Für den 12. Januar kündigen sie einen „2. Abendspaziergang“ an.