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7. Juli 2014 Neukölln

Sport und Sozialismus

Millionen Menschen in der ganzen Welt verfolgen gerade begeistert die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. In Berlin wird derzeit darüber diskutiert, ob sich unsere Stadt gemeinsam mit Hamburg für die Austragung der Olympischen Spiele bewerben soll.

Das würde bedeuten, dass Millionen Euro öffentlicher Gelder für den Spitzensport ausgegeben werden. Dabei fehlt es in Berlin an wohnortnahen Sportstätten und Schwimmbädern, Menschen finden keinen bezahlbaren Wohnraum, es fehlt an Personal im Öffentlichen Dienst und Schulen müssten dringend saniert werden. In Brasilien sind hunderttausende Menschen Menschen auf die Straße gegangen, weil Millionen Reais für neue Fußballstadien ausgegeben wurden, aber kein Geld für das Gesundheits-, Bildungs- und Verkehrssystem da ist. Viele dieser Menschen unterstützen derzeit trotzdem begeistert ihre gut bezahlte nationale Fußballmannschaft, statt weiter zu protestieren.

Wir wollen darüber diskutieren, was die Alternativen zum Spitzensport sind und welche Lehren wir aus der Geschichte des Arbeitersports in der Vergangenheit ziehen können. Dürfen wir uns für Spitzensport wie die Fußball-WM und Olympia begeistern, wo gut bezahlte Sportler und nationale Mannschaften gegeneinander antreten oder sollten wir diesen wegen der Gefahr von Nationalismus und Patriotismus prinzipiell ablehnen? Lenken Sportveranstaltungen wie die Fußball-WM und Olympia vom Klassenkampf ab und wenn ja wie können wir das verändern? Wird es Spitzensport und nationale Mannschaften auch im Sozialismus geben?

Darüber und auch über andere Fragen wollen wir mit euch beim Treffen der BO Reuterkiez von DIE LINKE Neukölln am Montag, den 7.Juli 2014 von 19:00 bis 21:00 Uhr im Verein iranischer Flüchtlinge, Reuterstraße 52 in 12047 Berlin-Neukölln (am Reuterplatz unweit U Hermannplatz) diskutieren.

Ihr seid herzlich eingeladen!