Zurück zur Startseite
19. Februar 2012 Neukölln

Schachmatt – Nazis haben in Dresden endgültig verloren

Bis zum 13. und 18. Februar selbst war unklar, wie und wann die Nazis 2012 versuchen, ihren Aufmarsch anlässlich der Bombardierung Dresdens durch die Alliierten 1945 abzuhalten. Wie in den Jahren zuvor wollten sie mit ihrem angeblichen „Gedenken“ in der Elbestadt die geschichtlichen Tatsachen des Zweiten Weltkrieges auf den Kopf stellen.

So versammelten sich am Montag, dem 13. Februar, bis zu 1.200 Nazis in Dresden. Ihnen standen ca. 6.000 entschlossene AntifaschistInnen gegenüber, mehr als 10.000 hatten sich den Tag über an der Menschenkette gegen Nazis beteiligt. Weit kamen die Nazis dank der Blockaden des Bündnis Dresden Nazifrei! nicht. Ihr „Aufmarsch“ wurde so abermals zu einer Lachnummer.

Nicht nur, dass sie nur 1.200 Meter laufen konnten, ihr Mobilisierungspotenzial zu Europas einst größtem Nazi-Event ist mit diesem Jahr eindeutig mehr als hinüber.

Am Samstag, dem Tag, an dem die Neonazis bisher immer ihren Schwerpunkt setzten, traute sich kein einziger von ihnen in die Stadt. Mehr als 10.000 Menschen aus der gesamten Bundesrepublik hatten sich in Dresden versammelt, um eventuell auftauchende Nazis zu stoppen. So aber konnte eine friedliche Großdemonstration gegen die Kriminalisierung und staatliche Repressionen gegen Antifaschistinnen und Antifaschisten abgehalten werden. Immer noch laufen Verfahren gegen BlockiererInnen der vergangenen Jahre, die Immunität von Abgeordneten wurde aufgehoben und mit geheimdienstlichen Mitteln gegen DemonstrantInnen ermittelt. Das ist nicht nur in höchstem Maße skandalös, es ist im Hinblick darauf, dass ein Netzwerk von Nazis in Deutschland ungestört rassistisch motivierte Morde und Terroranschläge verüben konnte, obwohl der Staat über ihre Aktivitäten im Bilde war, ein erschreckendes Zeichen der antidemokratischen Verhältnisse in diesem Land.

DIE LINKE. Neukölln erklärt sich solidarisch mit allen Betroffenen. Wir fordern die sofortige Einstellung aller Verfahren gegen AntifaschistInnen und werden unser Recht auf Blockaden und zivilen Ungehorsam immer wieder wahrnehmen wenn Nazis versuchen, aufzumarschieren.