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9. August 2012 Neukölln

Vortrag und Diskussion: Spanien im Widerstand gegen Sozialabbau

Miguel Sanz Alcantara berichtet aus Spanien beim Treffen der Basisorganisationen Rixdorf und Reuterkiez am Donnerstag, 9. August, um 19 Uhr. DIE LINKE.Neukölln, Richardplatz 16

Die Immobilienkrise hat die spanische Wirtschaft in eine tiefe Krise gestürzt: über 25% arbeitslos, dabei 52% der Jugendlichen, 11 Millionen Arme, 400.000 Familien haben ihre Wohnungen verloren und es gibt eine steigende Selbstmordrate wie in Griechenland.

Um die Profite der Banken zu retten, wird im Sozialen gekürzt.

Der Widerstand gegen die Kürzungspolitik hat vor der Regierungsübernahme der Konservativen begonnen. Die Bewegung ist vor einem Jahr entstanden, am 15. Mai 2011, als Antwort auf die fehlenden Berufs- und Zukunftschancen der Jugend, und in Ablehnung der gesamten politischen Klasse. Ihr zentraler Slogan war: »Niemand repräsentiert uns.«

Die Bewegung des 15. Mai beeinflusste sehr bald die Arbeitskämpfe. Das zeigte sich besonders beim Streik der Lehrerinnen und Lehrer gegen die Kürzungen in Madrid. Nach dem Sommer 2011 ist die Führung des Kampfes auf die Arbeiterbewegung übergegangen. Am 22. Mai gab es den ersten Generalstreik der Geschichte im gesamten Bildungswesen, von den Kindergärten bis zu den Unis. Derzeit befinden sich die Bergbaugebiete Spaniens im Ausstand und wahrscheinlich wird es einen neuen Generalstreik im ganzen Land in den nächsten Monaten geben.

  • Miguel Sanz Alcantara ist Mitglied der antikapitalistischen Organisation »En Lucha« und der Gewerkschaft der andalusischen Arbeiter SAT, Sevilla.