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23. April 2011 Neukölln

Berliner Ostermarsch 2011: Für eine Zukunft ohne Atomwaffen und Atomkraftwerke

DIE LINKE.Neukölln ruft zur Teilnahme am Berliner Ostermarsch 2011 auf:

„Für Eine Zukunft ohne Atomwaffen und Atomkraftwerke. Atomkraftwerke abschalten! – Atomwaffen abschaffen!“
Sonnabend, 23. April 2011, Auftakt: 12 Uhr vor der Vattenfall-Zentrale (Chausseestraße 23, nahe U-Bhf. Naturkundemuseum) , Demonstration durch die Innenstadt, Abschlusskundgebung: Potsdamer Platz


Aus dem Aufruf zum Berliner Ostermarsch 2011:

Vor 25 Jahren hat die Katastrophe von Tschernobyl überdeutlich gezeigt: Eine sichere Nutzung von Atomkraft kann es nicht geben. Durch die Reaktorkatastrophe wurde ein Gebiet verseucht, das halb so groß wie die Bundesrepublik ist. 375 000 Menschen mussten umgesiedelt werden. Die Nutzung der Atomenergie ist unverantwortlich. Die Folgen des Uranabbaus, der Urananreicherung und die Herstellung der Brennelemente verseuchen ganze Landstriche, machen krank und sind tödlich. Für jede Tonne verwertbares Uranerz fallen bis zu 2000 Tonnen strahlender, umweltbelastender Abraum an.

Durch den weltweiten Bau von Atomkraftwerken und Urananreicherungsanlagen nimmt die Gefahr der Ausbreitung von Atomwaffen zu. Die Exportförderung der deutschen Atomreaktoren ist ein direkter Beitrag zum Bau von neuen Atomwaffen. Deshalb ist der völlige Ausstieg aus der Atomkraft unser Ziel. Solange Atomwaffen existieren, besteht die Gefahr und Anreiz zu ihrer weiteren Verbreitung von Atomwaffen, da jede Nutzung von Atomkraft Grundlagen dafür bietet, das hergestelltes Material in waffenfähiges Material umzuwandeln.

Laut Schätzungen lagern derzeit 22 600 Kernwaffen in den weltweiten Waffenarsenalen. Durch das neue NATO-Konzept wird weiterhin der Ersteinsatz von Atomwaffen angedroht. Dem stellen wir uns entgegen und fordern, dass weltweit alle Atomkraftwerke und Atombomben verschrottet werden. Hier müssen die Atomwaffen besitzenden Staaten mit der Abrüstung beginnen. Atomwaffenfreie Zonen, z.B. auch für den hochexplosiven Nahen und Mittleren Osten, können geeignete Schritte auf dem Weg zu einer atomwaffenfreien Welt sein. Als deutschen Beitrag zur atomaren Abrüstung fordern wir den Abzug der US-Atomwaffen aus Büchel und die Beendigung der atomaren Teilhabe im Rahmen der NATO. Durch einen solchen Schritt könnten riesige Mittel für den Kampf gegen Hunger, Armut, Trinkwassermangel und vermeidbare Krankheiten bereitgestellt werden. 2008 gaben allein die USA 52,4 Milliarden Dollar für die Wartung ihrer Atomwaffenarsenale aus.

Wir fordern:

  • Schnellstmögliche Stilllegung aller Atomanlagen.

  • Schaffung von ABC-waffenfreien Zonen

  • Sofortiger Abzug aller Atomwaffen aus Büchel

  • Verbot aller Exporte von Rüstungsgüter, Atomtechnologie und Atommüll

  • Sofortiger Abzug aller Truppen aus Afghanistan

  • Kündigung des EURATOM-Vertrags

Veranstalter: Gruppen der Berliner Friedens- und Anti-Atom-Bewegung

Weitere Informationen auf die Internetseite der Berliner Friedenskoordination hier