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21. September 2010 Neukölln

"Von Minaretten, Kopftüchern und Rütlischülern: Bilder eines neuen Rassismus"

Blick in den großen Saal der Werkstatt der Kulturen in der Wissmannstraße

Dr. Sabine Schiffer, Institut für Medienverantwortung (IMV), Yasemin Shooman, Moderatorin, Prof. Dr. Werner Schiffauer, Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder, Claudia Haydt, Informationsstelle Militarisierung (IMI) (von rechts)

Irmgard Wurdack, Sprecherin der Neuköllner LINKEN, rief zum gemeinsamen Kampf gegen Sozialabbau und Rassismus auf. (Fotos: Klaus-Dieter Heiser)

Einladung zur Diskussionsveranstaltung

am Dienstag, dem 21. September 2010, um 18 Uhr in der Werkstatt der Kulturen (Wissmannstraße 32, U Hermannplatz)
mit:
• Dr. Sabine Schiffer, Institut für Medienverantwortung (IMV)
• Prof. Dr. Werner Schiffauer, Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder
• Claudia Haydt, Informationsstelle Militarisierung (IMI)


Ob Bildungspolitik, Kriminalität, soziale Stadtentwicklung oder internationaler Terrorismus: bei all diesen Themen dauert es nicht lange, bis über die Muslime und den Islam diskutiert wird. Nicht erst seit Thilo Sarrazin verbreiten Politik und Medien Bilder einer vermeintlich rückständigen und gewaltbereiten Religion. Seit Jahren dient das Feindbild Islam als Rechtfertigung für Krieg und Besatzung in Afghanistan, Irak und anderswo.
Und immer wieder muss der Islam als Erklärung für Jugendgruppengewalt, Frauenunterdrückung, Homophobie und vieles mehr herhalten.
Antimuslimischer Rassismus ist zur Gefahr für das gesellschaftliche Miteinander in ganz Europa geworden. In der Schweiz stimmte per Volksentscheid die Mehrheit für ein Minarettverbot, in Frankreich und Belgien wurde ein „Burka-Verbot“ beschlossen, in Deutschland wird über beides diskutiert. Neonazis und so genannte Pro-Bewegungen wie „Pro Deutschland“ greifen die Debatten dankbar auf. Trauriger Höhepunkt dieser Entwicklung war der Mord eines NPD-Sympathisanten an der Ägypterin Marwa El-Sherbini in einem Dresdener Gerichtssaal im Juli vergangenen Jahres.

Wie sehen die Bilder des neuen Rassismus aus? Wer zeichnet sie? Warum stoßen sie auf Zustimmung? Was kann dem entgegen gesetzt werden? Diese und weitere Fragen können bei der Veranstaltung gemeinsam diskutiert werden.

Die Veranstaltung wird organisiert vom Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus Berlin

Gedruckte Flugblätter zum Abholen, Kontakt zum Bündnis und weitere Info: bei ReachOut, Oranienstraße 159, 10969 Berlin, Tel: 030 69568339 (Ansprechpartner ist Biplab Basu).

Kopiervorlage des Flugblattes hier

Die Erklärung des geschäftsführenden Parteivorstandes der Partei DIE LINKE "Sarrazin in die Schranken weisen" findet ihr hier