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24. Oktober 2010 Neukölln

Werner Seelenbinder – Sportler und Antifaschist

Werner Seelenbinder, gezeichnet von Peter Edel.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-VdA) lädt zum zum Gedenken an Werner Seelenbinder am Sonntag, dem 24. Oktober 2010,
um 11 Uhr im „Werner-Seelenbinder-Sportpark Neukölln“ an der Oderstraße ein.

Am 24. Oktober jährt sich der Tag, als 1944 Werner Seelenbinder im Zuchthaus Brandenburg unter dem Fallbeil hingerichtet wurde. Er starb als aufrechter Sportler und Widerstandskämpfer gegen den Faschismus. Seine letzte Ruhestätte fand er im alten Stadion Neukölln, wo seine Urne 1945 niedergelegt wurde.

In seinem Abschiedsbrief, den die VVN in der Einladung zum Gedenken dokumentiert, heißt es: „Lieber Vater, Geschwister, Schwägerin und Friedel! Die Stunde des Abschieds ist nun für mich gekommen. Ich habe in der Zeit meiner Haft wohl alles durchgemacht, was ein Mensch durchmachen kann. Krankheit, körperliche und seelische Qualen, nichts ist mir erspart geblieben. Ich hätte gerne gemeinsam mit Euch, mit meinen Freunden und Sportkameraden die Köstlichkeiten und Annehmlichkeiten, die das Leben nach dem Kriege zu bieten hat und die ich jetzt doppelt zu schätzen weiß, erlebt. Das Schicksal hat es nun leider nach furchtbarer Leidenszeit anders für mich bestimmt. Ich weiß aber, dass ich in Euren Herzen und dem vieler Sportkameraden einen Platz gefunden habe, den ich immer darin behaupten werde. Dieses Bewusstsein macht mich stolz und stark und wird mich in der letzten Stunde nicht schwächer finden.“