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4. Oktober 2010 Neukölln

Thilo Sarrazins Rassismus und die Krise

Thilo Sarrazin hat in den vergangenen Wochen mit umstrittenen Aussagen über Muslime und Migranten für Aufsehen gesorgt.

Nach öffentlicher Kritik trat er als Bundesbank-Vorstand zurück, bekommt nun aber 1000 Euro zusätzlich zu seinem monatlichen Gehalt. Die SPD prüft derzeit ein Parteiausschlussverfahren. Von der Bild-Zeitung wird er nun als Märtyrer gegen »die politische Klasse« inszeniert. Als einer, der es wagt, »schonungslos (…) die Bedrohung der deutschen Gesellschaft« durch die muslimischen Migranten zu analysieren.

Bild und Spiegel sichern Sarrazins Thesen eine maximale öffentliche Aufmerksamkeit. Denn für neoliberale Medien und rechte Politiker kommen sie zur rechten Zeit: Die Debatte darüber wird genutzt, um von der öffentliche Diskussion über die größte neoliberale Kürzungsoffensive seit der Agenda 2010 abzulenken.

Diese Broschüre zeigt, dass Sarrazins vermeintlich »knallharte Analyse« mit »Zahlen, Daten, Fakten« (Bild) einer Überprüfung nicht standhält. Sie leistet zudem einen Beitrag dazu, den »neuen Rassismus« von Sarrazin & Co. und die gesellschaftliche Funktion seiner Sündenbock-Hetze zu verstehen.

Aus dem Inhalt:

Mythos: »Einwanderung in Sozialsysteme«
Mythos »Bildungsunwillige muslimische Migranten«
Mythos: »Intelligenz ist vererblich«
Mythos: »Migranten werden häufiger straffällig«
Mythos: Muslimische Migranten sind integrationsunwillig
Mythos: Muslime grenzen sich gegenüber Nicht-Muslimen ab
Mythos: »Bildung von Parallelgesellschaften«
Mythos: »Muslime neigen zur Gewalttätigkeit«
Mythos: »Türken erobern Deutschland«
Wieso Sarrazins Hetze rassistisch ist
Wie Sarrazin an der Rassenlehre der Nazis anknüpft
Die Methode Sarrazin: Wie der »neue Rassismus« funktioniert
Sarrazins Selbstinszenierung als »Märtyrer« und die Medien
Sarrazin befeuert Sozialabbau
Wem nützt Rassismus?
Das Aufkommen des »neuen Rassismus« und der Abbau des Sozialstaates
Der Wandel des »neuen Rassismus«: »Der Türke« wird zu »dem Muslim«
Nazis sind die Profiteure der Sarrazin-Kampagne
Alternativen zu neoliberaler Kürzungsoffensive und Rassisismus

Die Broschüre kann hier herunter geladen werden.