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7. Mai 2010 Neukölln

Wir lassen uns nicht einschüchtern - Spenden gegen Neonazi-Gewalt in Neukölln

Das „Bündnis Neukölln. Miteinander für Demokratie, Respekt und Vielfalt" ruft Bürgerinnen und Bürger zu Spenden für das Neuköllner Kulturzentrum der Chile-Freundschaftsgesellschaft „Salvador-Allende“ e.V. in der Jonasstraße 29 auf.

In der Nacht vom 8. zum 9. März 2010 wurden die Tür und Fensterscheiben des Ladenlokals der Chile-Freundschaftsgesellschaft in der Jonasstraße bereits zum vierten Mal innerhalb weniger Monate zerstört. Neo-Nazi-Aufkleber haben dabei eindeutig auf die Täter hingewiesen. Wenn die Mitglieder der Chile-Freundschaftsgesellschaft nicht die notwendige Summe beschaffen können, um Rollläden zum Schutz der großen Ladenscheiben anbringen zu lassen, ist zu befürchten, dass die Anschläge der Nazis Erfolg haben und die Chile-Freundschaftsgesellschaft die Räumlichkeiten in der Jonasstraße 29 aufgeben muss.

In den vergangenen Monaten haben Neo-Nazis in Nord-Neukölln und Kreuzberg eine Welle

von Anschlägen gegen linke und alternative Einrichtungen durchgeführt. Opfer von Übergriffen waren unter anderem die Galerie Olga Benario in der Richardstraße, die Geschäftsstelle der Partei die Grünen in Neukölln, die kulturelle Kneipe „Die Werkstatt“ in der Emser Straße und ein Kiezladen in der Friedelstraße. Besonders betroffen ist jedoch das Salvador-Allende-Zentrum der Chile-Freundschaftsgesellschaft in der Jonasstraße 29.

Während bei der Galerie Olga Benario der Vermieter durch den Einbau von Rollläden das zukünftige Risiko für Schäden mindert und bei der Werkstatt auch der Vermieter den überwiegenden Teil der Kosten zum Einbau übernehmen wird, ist der Hausbesitzer des Salvador-Allende-Zentrums nicht bereit, sich an Kosten zum Einbau von festen Rollläden zu beteiligen.

Nach dem vierten Schadensfall hat die Glasbruchversicherung jetzt den Vertrag zum 30. Juni 2010 gekündigt. Danach muss die Chile-Freundschaftsgesellschaft für auftretende Schäden selbst aufkommen. Da der Migrantenverein unabhängig von öffentlicher Förderung arbeitet, sind die Chilenen auf Solidarität angewiesen.

Feste Rollläden sind für den Fortbestand des Salvador-Allende-Zentrums unbedingt notwendig. Nach einem Kostenvoranschlag würde die Anbringung von Rollläden 5500 Euro kosten. Rund die Hälfte dieser Summe konnte bereits gesammelt werden. Doch die Zeit drängt: Bis Mitte/Ende Mai müsste der Auftrag für die Rollläden vergeben werden.

Spendenkonto: Chile-Freundschaftsgesellschaft "Salvador Allende" e.V.
Konto-Nr.: 608 495 907, BLZ: 86010090, Postbank Leipzig, Stichwort: Neue Rollläden

Spendenaufruf zum herunterladen hier