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1. Mai 2010 Neukölln

Am 1. Mai bleibt Berlin nazifrei!

Am 1. Mai 2010 wollen Neonazis durch Berlin marschieren. Dagegen hat sich ein breites Bündnis, von Gewerkschaften über Antifagruppen bis Parteien, konstituiert, um den Naziaufmarsch mittels Massenblockaden zu verhindern. Das Bündnis hat sich dazu auf einen so genannten Aktionskonsens geeinigt, der da heißt:

"Wir werden uns in Berlin durch Aktionen des Zivilen Ungehorsam mit Massenblockaden den Nazis entgegen stellen und sie stoppen. Dieses Ziel eint uns über alle sozialen, politischen oder kulturellen Unterschiede hinweg. Wir sind bunt und wir stellen uns den Nazis in den Weg. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen den Naziaufmarsch verhindern zu wollen."

Egal wo die Nazis an dem Tag marschieren wollen, wir sind flexibel und werden sie daran hindern. Am 1. Mai in Berlin - Nazis gemeinsam blockieren!

DIE LINKE Neukölln unterstützt und mobilisiert zu den Aktionen: „1. Mai – nazifrei!“ Über den Treffpunkt der Nazis sowie die geplanten Gegenaktivitäten werden wir an dieser Stelle umgehend informieren:

Aus einer Pressemitteilung des Bündnisses "1. Mai nazifrei" vom 28. April: Die Nazi-Route über Bornholmer Str./Wisbyer Str./Grellstraße/Storkower Str./S-Bhf. Landsberger Allee wurde inzwischen bestätigt.

Anreisetreffpunkte, um den Nazi-Aufmarsch zu stoppen

  • West-BerlinerInnen reisen von Alexanderplatz an. Treffpunkt ist um 9.00 der Bahnsteig der U2.
    Neuköllnerinnen und Neuköllner treffen sich um 8.30 Uhr auf dem U-Bhf. Hermannstraße, um gemeinsam zu den Blockaden zu fahren.
  • Ost-BerlinerInnen reisen vom Ostkreuz an, Treffpunkt ist der der Ringbahn-Bahnsteig, auch um 9.00.
  • Ab 9.00 Uhr beginnt eine Kundgebung an der Kreuzung Schönhauser Allee/Bornholmer Straße.

Weitere Informationen des Bündnisses mit Stadtplan


Ein Bündnis aus Prominenten aus Kultur, Wirtschaft, Medien und Politik hat in einer Erklärung des "Ratschlages für Demokratie" die Berlinerinnen und Berliner aufgerufen, sich am 1. Mai aktiv und friedlich den Neonazis, die durch Berlin marschieren wollen, entgegenzustellen. "Wir Berlinerinnen und Berliner werden Rechtsextremisten die Straßen Berlins nicht überlassen" heißt es in der Erklärung des vom "Ratschlag für Demokratie" verbreiteten Aufrufs. "Als Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt und dieses Landes, als Vertreterinnen und Vertreter der unterschiedlichsten Parteien, Organisationen und Vereine, Kulturen und Weltanschauungen setzen wir ein unmissverständliches Zeichen." Weltoffenheit, Demokratie und Anerkennung der Menschenrechte seien Grundlagen der Demokratie, die durch die menschenverachtende Ideologie der Neonazis zerstört würden. "Wenn Neonazis aus Deutschland und Europa am 1. Mai auf den Straßen und Plätzen Berlins Angst verbreiten wollen, werden wir dies nicht dulden und nicht tatenlos zusehen."

Der Aufruf wurde unterzeichnet von: Mo Asumang, Filmemacherin, Moderatorin - Carola Bluhm, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales - Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg e. V. - Bischof Dr. Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz - Philippa Ebéné, Geschäftsführerin Werkstatt der Kulturen - Vera Gäde-Butzlaff, Vorsitzende des Vorstands der Berliner Stadtreinigungsbetriebe, Uwe-Karsten Heye, Vorstandsvorsitzender »Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland« e. V. - Anetta Kahane, Vorstandsvorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung – Helmut Lölhöffel, Herausgeber des Informationsdienstes »blick nach rechts« - Markus Löning, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe - Walter Momper, Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin - Prof. Dr. Andreas Nachama, Geschäftsführender Direktor der Stiftung Topographie des Terrors - Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages - Michael Preetz, Manager von Hertha BSC Berlin - Dagmar Reim, Intendantin des Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb) – Wolfram Schweizer, TV.Berlin Leiter der Politik-Redaktion - Mitri Sirin, TV Moderator - Prof. Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste Berlin - Georg Kardinal Sterzinsky, Erzbischof von Berlin - Susanne Stumpenhusen, Gewerkschaftssekretärin ver.di - Landesbezirk Berlin-Brandenburg - Lala Süsskind, Vorsitzende des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde zu Berlin - Doro Zinke, Vorsitzende des DGB Bezirk Berlin-Brandenburg - Prof. Dr. Jürgen Zöllner, Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung