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24. Oktober 2009 Neukölln

Werner Seelenbinder – Sportler und Nazi-Gegner

Der Bezirksvorstand der Partei DIE LINKE Neukölln ruft zur Teilnahme an der Gedenkkundgebung für den 1944 von den Nazis ermordeten Sportler und Nazi-Gegner Werner Seelenbinder auf. Sie findet am Samstag, 24. Oktober 2009, um 14 Uhr am Neuköllner Werner-Seelenbinder-Stadion an der Oderstraße in 12049 Berlin (U8 Leinestraße) statt.



Vor 65 Jahren, am 24. Oktober 1944, wurde der Widerstandskämpfer Werner Seelenbinder von den Nazis in Brandenburg ermordet. Der Arbeitersportler, der viele Jahre beim Sportclub Berolina Neukölln trainierte und in den 1930er Jahren mehrfach Deutscher Meister im Ringen geworden war, erlangte große Popularität als Teilnehmer der Olympischen Spiele 1936 in Berlin. Diese Popularität schützte ihn eine Zeit lang vor Verfolgungen durch die Nazis. Er nutzte alle Möglichkeiten als aktiver Widerstandskämpfer des Berliner Arbeiterwiderstandes. 1942 fiel Werner Seelenbinder bei einer großen Verhaftungswelle der Gestapo in die Hände. Sein Schweigen rettete mehreren Illegalen das Leben. Ihm zu Ehren trägt das Stadion Neukölln am Rande des Tempelhofer Feldes an der Oderstraße seit fünf Jahren wieder den Namen Werner Seelenbinders.