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3. Oktober 2009 Neukölln

Protest gegen antimuslimischen Rassismus – DIE LINKE Neukölln war dabei

Am 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit, laden Musliminnen und Muslime seit Jahren bundesweit zum “Tag der offenen Moschee” ein. Dies war der “Bürgerbewegung Pax Europa” ein Dorn im Auge, die deshalb an diesem Tag zu einer antimuslimischen Kundgebung am Breitscheidplatz aufgerufen hatte.


Die „Bürgerbewegung Pax Europa“, schürt Ängste und Vorurteile gegen Muslime, indem sie die „schleichende Islamisierung“ Europas herbei fantasieren. Ihr Konstrukt eines exklusiv „christlich-jüdischen Abendlandes“ zielt mit rassistischen Argumenten darauf ab, Muslime auszugrenzen. Rechtspopulistische Propaganda bildet einen geistigen Nährboden für rassistische Ausgrenzung bis hin zu gewalttätigen Übergriffen und Morden. Das aktuelle Beispiel des Mordes an der Ägypterin Marwa El-Sherbini in Dresden verdeutlicht, wohin Hass gegen Muslime letztendlich führen kann.
Dies war der Grund weshalb ein breites Bündnis von Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften und Parteien, so auch DIE LINKE Neukölln zu einer Kundgebung und anschließenden Demonstration aufrief, in der sich die Teilnehmer für ein gleichberechtigtes Zusammenleben aller Menschen aussprachen.
Nach dem ein Friedensgebet in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche an der Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften teilnahmen, stattgefunden hatte, kamen vor der Kirche circa 200 Demonstrierende zu der Protestaktion zusammen. Nach den Motiven der Teilnahme der befragt, antwortete ein Vertreter der Libanesischen Gemeinde: Muslime seien ein Teil dieser Gesellschaft, nicht ein Fremdkörper. Eine Muslima und Mitglied der LINKEN Wedding sagte, dass seit den Anschlägen auf das World Trade Center sich die Vorurteile gegen Muslime verstärkt hätten. Ein Mitglied der GEW vertrat die Ansicht, dass man nur gemeinsam für eine bessere Gesellschaft streiten könne. DIE LINKE Neukölln schrieb in einem Flugblatt: „Islamfeindlichkeit spalte den Widerstand gegen Sozialabbau und Entlassungen in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise.“