Zurück zur Startseite
25. Mai 2009 Neukölln

Pressemitteilung DIE LINKE Bezirksverband Berlin Neukölln vom 22.05.2009:

WIDERSTAND GEGEN DEN WEITERBAU DER STADTAUTOBAHN A100 ZEIGT WIRKUNG - VERBINDUNG A 100 VON NEUKÖLLN NACH TREPTOW NICHT ALS SECHSSPURIGE AUTOBAHN BAUEN

Der Widerstand gegen den Weiterbau der Stadtautobahn A 100 zeigt Wirkung. Der SPD-Landesparteitag hat sich unter dem Eindruck von rund 2.500 Einwendungen, die gegen den Weiterbau der A 100 bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung vorliegen, gegen den Weiterbau der A 100 nach Friedrichshain, Lichtenberg und Prenzlauer Berg ausgesprochen. Der Landesvorsitzende der Berliner LINKEN, Klaus Lederer, erinnert heute (22.05.2009) in der "Berliner Zeitung" daran: "Der Weiterbau der A 100 war nicht unser Anliegen, sondern das der SPD. Wir standen diesem Projekt schon immer skeptisch gegenüber."

"Jetzt ist die SPD und die von ihr geführte Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Zuge. Jetzt gilt es, eine stadt- und umweltverträgliche Lösung zu finden, die nicht nur künftige Verkehrsströme zum Flughafen BBI in Schönefeld berücksichtigt, sondern auch die aktuelle Verkehrssituation in Neukölln", erklärt der Sprecher des Bezirksverbandes der Neuköllner LINKEN, Ruben Lehnert. Bisher blockiere das in die Koalitionsvereinbarung von SPD und LINKEN aufgenommene Projekt des Weiterbaus der A 100 nach Treptow jede intelligente Lösung, um die Verkehrsströme abzuleiten, die durch den bis zur Grenzallee vorangetriebenen Stadtautobahnbau entstanden seien. Lehnert weiter: "Gegenwärtig endet die Stadtautobahn mit einer scharfen Kurve an der Ausfahrt Grenzallee. Der Verkehr in Richtung Treptow landet an der Sonnenallee im Dammweg. Der Dammweg ist eine schmale Wohnstraße mit Begrenzung auf Tempo 30. Der Rückstau von der Ampel an der Kiefholzstraße reicht oft bis zur Sonnenallee. Der Weg von der A100 nach Treptow durch das Wohngebiet Köllnische Heide ist für Anwohner und Autofahrer unzumutbar, aber tägliche Praxis." Eine umwelt- und anwohnerfreundliche Verbindung zwischen A100 und der B96a, der Straße Am Treptower Park/Köpenicker Landstraße, sei dringend notwendig. Sonst versinke dieser Teil von Neukölln auch weiterhin Tag für Tag im Stau und Abgasnebel. Das bedeute: Kein Weiterbau der A100 wie von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung geplant, sondern eine Straßenverbindung deutlich unterhalb des sechsspurigen Autobahnstandards.

Die Neuköllner LINKE und ihre Vorgängerparteien fordern seit langem den Verzicht auf jeden zusätzlichen Bau von Stadtautobahnen, wie er in den 1950er Jahren unter dem Slogan der "autogerechten Stadt" begonnen wurde. Aktuell hatte am 24. April die Mitgliederversammlung der Neuköllner LINKEN anlässlich des Stichtages für Einwendungen gegen die Planungen zum Weiterbau der A 100 den Berliner Landesvorstand der Partei DIE LINKE und die Linksfraktion im Abgeordnetenhaus aufgefordert, "sich unverzüglich für einen Stopp des Ausbaus der Autobahn A 100 über die Anschlussstelle Grenzallee hinaus nach Treptow einzusetzen".