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26. Mai 2009 Neukölln

DIE LINKE.Neukölln solidarisiert sich mit den Verkäuferinnen von Karstadt, Hertie und Woollworth

Arbeitsplätze bei Karstadt – das war das Ergebnis einer öffentlichen Straßendiskussion der Neukölllner LINKEN auf dem Hermannplatz vor Deutschlands größter Karstadt-Filiale. Anlass der Versammlung war die drohende Pleite von Karstadt und mithin der Verlust von Tausenden Arbeitsplätzen.

Bei der Straßendiskussion sprach Ulrich Maurer, der Parlamentarischer Geschäftsführer der Bundestagsfraktion DIE LINKE, dessen Mutter selbst Verkäuferin in einem Warenhaus war. „Die Arbeitsplätze bei Karstadt müssen erhalten bleiben“, forderte er. Der Bund müsse Anteile an Arcondor erwerben, um sicherzustellen, dass Steuergeld nicht in die Taschen der Aktionäre fließt, sondern eingesetzt wird, um die berufliche Existenz von 50000 Beschäftigten zu sichern. Maurer rief die Bürgerinnen und Bürger auf, gemeinsam Widerstand zu leisten, damit die Kosten der Krise nicht von der Mehrheit der Bevölkerung getragen werden müssen.

Auf dem großflächigen Hermannplatz war die Neuköllner LINKE mit einem Lautsprecherwagen, mit roten Fahnen, Westen und Taschen vertreten. Neben den Wahlkampfzeitungen verteilten die rund zwei Dutzend Genossinnen und Genossen ein für diese Kundgebung produziertes Flugblatt [Link]. Zudem wiesen sie die Passanten auf die Unterschriftenliste hin, die textgleich an den Kassen von Karstadt und am Stand der LINKEN auslag.

Jazz-Musik des Komponisten Antonello Marafioti, der sein Keyboard mitgebracht hatte, rundete die Veranstaltung ab.

Zu Filialschluss von Karstadt überreichte der Sprecher des Neuköllner Bezirksverbandes, Ruben Lehnert, die gesammelten Unterschriften dem Betriebsrat von Karstadt.

Am Mittwoch, den 27. Mai 2009, demonstrieren die Beschäftigten von Karstadt um 14 Uhr vor dem Bundeswirtschaftsministerium in der Invalidenstraße. Ver.di rechnet mit 5000 Teilnehmenden aus ganz Deutschland.