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17. Januar 2009 Neukölln

DIE LINKE.Hessen ist drin - Neukölln war dabei!

Samstag, 17. Januar. Die letzte Chance, den Wahlausgang in Hessen zu beeinflussen. Um fünf Uhr morgens machen wir, fünf Mitglieder der Neuköllner LINKEN, uns auf den Weg. In Kassel fängt es gut an: Es gibt Kaffee und Brötchen, um uns herum allerdings herrscht die Betriebsamkeit eines Taubenschlags. Wahlkämpfer tauchen im Pulk auf und sind gleich wieder mit Stapeln von Zeitungen, roten Taschen und roten Luftballons verschwunden. Andere kommen von Aktionen vor Werkstoren und wärmen sich auf, bevor es weiter geht. Weitere Berliner begrüßen uns, sie sind schon seit gestern im Einsatz. Flugs sind wir aufgeteilt auf drei Gruppen, überall finden Infostände statt. Ich stehe auf dem Opernplatz, die Straßenbahnen laden die Leute direkt vor unserem Stand ab. Zwei Jugendliche haben sich die Plakatüberkleber der LINKEN auf ihre Hosen geklebt, auf denen eine Millionärssteuer gefordert wird. Ich bin überrascht, denn sie kennen die LINKE noch gar nicht richtig: „Was wollen die Linken denn so?" fragen sie. Auch das Ziel, die Banken zu vergesellschaften, unterscheidet die LINKE in diesem Wahlkampf.

„Brutalstmöglich gegen Koch DIE LINKE!" Für diesen Slogan erntet man meist ein Lächeln. Ein SPD-Wähler bleibt stehen, er hofft noch, dass die SPD gewinnt. Aber ich finde es gut, dass es euch gibt." Am darauffolgenden Sonntag erhält DIE LINKE.Hessen 5,4 Prozent aller abgegebenen Stimmen und zieht wieder in den Landtag in Wiesbaden ein. Herzlichen Glückwunsch!

Daniel Friedrich