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12. Februar 2008 Neukölln

Einweihung des Stolpersteins für OLGA BENARIO

am Dienstag, dem 12. Februar 2008, um 17 Uhr vor dem Haus Innstraße 24 (Ecke Donaustr.) in Berlin-Neukölln.



Es sprechen:
Anita Prestes (Tochter von Olga Benario, Rio de Janeiro), Hans Coppi (Berliner VVN-BdA) und Vertreterinnen der Galerie Olga Benario.
anschließend Gespräch mit Anita Prestes
in der Galerie OLGA BENARIO, Richardstr. 104, Berlin-Neukölln

Wer war Olga Benario?
Olga Benarios Weg führt von München, wo ihr die Prozessakten auf dem Schreibtisch ihres Vaters, eines sozialdemokratischen Rechtsanwalts jüdischer Herkunft, das Elend der Arbeiter vor Augen geführt hatten, nach Berlin-Neukölln. Seit 1925 in der Bezirksgruppe des  Kommunistischen Jugendverbandes aktiv, wirkt sie besonders unter den Lehrlingen und jungen Arbeitslosen. Nach der von ihr mit organisierten spektakulären Gefangenenbefreiung ihres Genossen und Freundes Otto Braun aus dem Untersuchungsgefängnis Moabit muss sie Deutschland verlassen. 1935 geht sie von Moskau aus nach Brasilien, wird dort im September 1936 verhaftet und hochschwanger an die Gestapo nach Deutschland ausgeliefert. Ihre Tochter Anita Leocadia kommt am 27. November 1936 im Frauengefängnis in der Barnimstraße zur Welt. Nach mehrjähriger KZ-Haft, darunter drei Jahre im KZ Ravensbrück, wird Olga Benario 1942 im Todestrakt der „Heil- und Pflegeanstalt“ Bernburg ermordet.