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28. Dezember 2007

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ehren – Nazi-Ideologie hat keinen Platz in unserer Gesellschaft!


Wie alljährlich werden die Berliner Linken über Parteigrenzen hinweg am zweiten Wochenende im Januar der Ermordung der Mitbegründerin und des Mitbegründers der KPD, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde gedenken. In diesem Jahr gilt es am Sonntag, dem 13. Januar, ab 9.00 Uhr zugleich einer Naziprovokation entgegen zu treten, bei der für die Mörder von Rosa und Karl in Lichtenberg aufmarschiert werden soll.

In einem Aufruf des geschäftsführenden Landesvorstands DIE LINKE. Berlin und der Vorsitzenden DIE LINKE. Lichtenberg, Gesine Lötzsch (MdB), heißt es:

„Im Jahr 2008 steht unser Gedenken im Zeichen einer rechtsextremen Provokation. Alt- und Neo-Nazis haben für den selben Tag, im Weitling-Kiez, am Bahnhof Lichtenberg, zu einer Demonstration »Freikorps – Soldaten für Deutschland« aufgerufen. Dies reiht sich nahtlos an den Antrag der NPD in der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg an, den Anton-Saefkow-Platz in Lichtenberg nach dem Schreibtischmörder Waldemar Papst zu benennen, der den Mordbefehl für Rosa und Karl im Berliner Eden-Hotel erteilte.

Unsere Gegendemonstration findet an diesem Tag in Friedrichsfelde statt. Wir rufen alle Demokratinnen und Demokraten auf: Kommen Sie am 13. Januar 2008 nach Friedrichsfelde. Ehren Sie mit uns Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht für die vielen weiteren Opfer des Terrors der Freikorps im Januar 1919.

Mit einem massenhaften und eindrucksvollen Gedenken können wir den Ewiggestrigen zeigen, dass ihre Versuche, die »Dolchstoßlegende«, die den Nazis zur ideologischen Vorbereitung ihrer Schreckensherrschaft diente, wiederzubeleben, von uns nicht hingenommen werden.

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht sind für sie Symbole der »Novemberverbrecher«. Dieses Schmähwort traf in der Weimarer Republik viele andere, die sich für eine demokratische Republik und gegen den herannahenden Faschismus einsetzten. Deshalb geht es hier um mehr, als das Gedenken an die Kämpferin und den Kämpfer der deutschen Arbeiterbewegung, gegen Krieg und Unterdrückung.

Wir wollen gemeinsam den Anfängen wehren und durch eine würdevolle Ehrung für die ermordeten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht deutlich machen, dass nazistisches Gedankengut in unserer Gesellschaft keinen Platz hat.“