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3. März 2009 Linksfraktion in der BVV

Kleines (satirisches) politisches Wörterbuch:

Kleines (satirisches) politisches Wörterbuch

Der Wahlbeamte

Der Wahlbeamte ist nicht, wie manche vielleicht denken, ein großes Tier, denn dieses wird ohne „h“ geschrieben. Da dies aber beim Sprechen nicht unbedingt zu hören ist, kommt es öfters zu Verwechslungen.

„Wahl“ kommt in diesem Fall von „Wählen“. Der Wahlbeamte kann demzufolge wählen, was er macht und was nicht, in welcher Funktion er wo hin geht und für was er sich konkret zuständig fühlt.

Auch hier kann es zu Irritationen führen, denn so kann es dazu kommen, dass „Nicht immer ist das drin, was drauf steht“.

Naiver Weise könne man denken, wenn ein Fachstadtrat zu einem Fachgremium geht, tut er dies in der Funktion, in die er gewählt wurde. Aber weit gefehlt! Je nach Fachthema kann er auch hier für sich wählen, ob er nun seine Partei vertritt oder seiner Wahlfunktion nachkommt oder ob er überhaupt hingeht.

Und wenn man sich dann erlaubt ihm auf die Flossen, Entschuldigung Füße, zu treten, kehrt er das „große Tier“ raus und wählt für sich andere Lebenssphären, wo er sich dann im großen Teich tummeln kann und niemand erkennt, was man gerade für ein Betätigungsfeld gewählt hat und was man konkret macht.

Der Wahlbeamte ist keine bedrohte Tierart, weil er durch das „Wählen“, egal von welcher Seite man es auch betrachtet, immer einen geschützten Lebensraum findet.

Sylvia Stelz

Fraktionsvorsitzende